Urlaubsbekannte des NSU-Trios erzählen: Zschäpe war die „Mama“

svz.de von
12. Dezember 2013, 00:36 Uhr

Im NSU-Prozess haben weitere Urlaubsbekannte die drei mutmaßlichen Rechtsterroristen des NSU als sehr nett, offen und hilfsbereit beschrieben. Die drei Zeugen sagten gestern aus, Beate Zschäpe, die sich ihnen als Liese vorgestellt hatte, sei eine Art „Mama“ gewesen. Sie habe auch die gemeinsame Urlaubskasse mit Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt auf der Urlaubsinsel Fehmarn verwaltet. Für die Bundesanwaltschaft ist dies ein Indiz für die wichtige Rolle der Hauptangeklagten in der Gruppe. Dem „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) werden die Ermordungen von neun Einwanderern und einer deutschen Polizistin zur Last gelegt.

Neben den Verfahren zum Umfeld des NSU ermittelt die Bundesanwaltschaft derzeit gegen vier weitere rechtsterroristische Vereinigungen. In keinem Fall hätten sich Anzeichen für bevorstehende Anschläge ergeben, sagte Generalbundesanwalt Harald Range gestern in Karlsruhe. Bei den Ermittlungsverfahren wegen der Gründung rechtsterroristischer Vereinigungen handele es sich um Gruppierungen mit einer Größe von jeweils etwa fünf bis sieben Mitgliedern, sagte der Leiter der Terrorismusabteilung, Rainer Griesbaum.

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