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Treffen während des Wahlkampfs : Trump-Sohn will Informationen über Russland-Kontakt geben

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Und wieder holt die Russland-Affäre Donald Trump ein. Diesmal geht es um seinen Sohn Donald Jr., der sich im Wahlkampf mit einer russischen Anwältin getroffen hat - in der Hoffnung, dass sie schädliche Infos über Hillary besitzt.

svz.de von
erstellt am 10.Jul.2017 | 22:49 Uhr

Der älteste Sohn von US-Präsident Donald Trump hat sich dazu bereit erklärt, einem Ausschuss des Senats Informationen über ein Treffen mit einer russischen Anwältin zu geben. Er sei bereit, dem Komitee das weiterzugeben, was er wisse, schrieb Donald Trump Jr. auf Twitter.

Die republikanische Senatorin Susan Collins hatte zuvor erklärt, dass der 39-Jährige sich den Fragen des Geheimdienstausschusses stellen solle. Collins ist Mitglied des Gremiums.

Trumps Sohn hatte am Sonntag eingeräumt, dass er sich während des Wahlkampfes im vergangenen Sommer mit der Anwältin Natalia Veselnitskaja getroffen hatte, weil er sich von ihr Informationen über die Konkurrentin seines Vaters, Hillary Clinton, versprach.

Die «New York Times» wertete dies als ersten öffentlichen Hinweis darauf, dass zumindest einige Mitglieder aus Trumps Wahlkampfteam bereit gewesen seien, Hilfe von Russland anzunehmen. Moskau wird gezielte Wahlbeeinflussung zugunsten des Republikaners vorgeworfen. Ein Sonderermittler und mehrere Kongressausschüsse untersuchen, ob es dabei Absprachen mit Trumps Wahlkampflager gegeben hat.

Kellyanne Conway, eine Topberaterin des Präsidenten, spielte die Bedeutung der Begegnung herunter. Es sei schließlich nichts dabei herausgekommen, «und das ist es, was zählt», sagte sie am Montag dem Sender CNN. Im Übrigen habe man im Wahlkampf nicht lange suchen müssen, um Schlechtes über Clinton herauszufinden. Trumps Sprecherin Sarah Sanders erklärte am Montag, Donald Trump Jr. habe mit niemandem konspiriert, «um die Wahl zu beeinflussen».

Bei dem Treffen im Juni waren auch der Schwiegersohn des jetzigen Präsidenten, Jared Kushner, und der damalige Vorsitzende der Wahlkampagne, Paul Manafort, anwesend. Sein Vater habe nichts davon gewusst, so Trump Jr. Er räumte der «New York Times» zufolge den wahren Grund für die Begegnung ein, nachdem unter anderem drei Berater des Weißen Hauses die Zeitung darüber informiert hatten.

Das Gespräch mit der Anwältin Natalia Veselnitskaja fand demnach im New Yorker Trump Tower statt. Er habe sich mit ihr getroffen, weil ihm gesagt worden sei, dass sie «hilfreiche» Informationen für den Trump-Wahlkampf zu bieten habe, zitierten Medien aus der Erklärung von Trump Jr. Die Frau habe das Gespräch nach dem Austausch von Freundlichkeiten mit den Worten eröffnet, dass sie Informationen besitze, nach denen Personen mit Verbindungen zu Russland den Parteivorstand der Demokraten und Hillary Clinton unterstützten.

Ihre Äußerungen seien vage und mehrdeutig gewesen, sie hätten keinen Sinn ergeben, so Trumps Sohn weiter. Einzelheiten oder unterstützende Informationen seien nicht angeboten worden. «Es wurde schnell deutlich, dass sie keine wichtige Information hatte.»

Das Treffen kam Trump Jr. zufolge auf Anregung von jemandem zustande, den er von einer Miss-Universum-Veranstaltung im Jahr 2013 kenne. Den Namen nannte er nicht, aber der «Washington Post» zufolge handelt es sich um einen Musik-Publizisten, der das Treffen nach eigenen Angaben auf Ersuchen eines russischen Klienten arrangiert habe. Trump Jr. selber gab an, dass er nicht im voraus gewusst habe, mit wem er sich da treffe.

New York Times I

Washington Post

Mitteilung von Trump Jr.

New York Times II

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