Nach Koalitionsgesprächen : Starke Frau für einen starken Osten

Die neue Ostbeauftragte Iris Gleicke (SPD)
Die neue Ostbeauftragte Iris Gleicke (SPD)

Vor der Wahl wollte Iris Gleicke den „reinen“ Ostbeauftragten abschaffen – nun ist sie selbst in der Verantwortung

svz.de von
17. Dezember 2013, 00:35 Uhr

Für die künftige Ostbeauftragte Iris Gleicke (SPD) hat die Koalitionsvereinbarung ein Umdenken gebracht. Im Juni wollte sie das „reine“ Amt noch abschaffen und durch einen gesamtdeutschen Beauftragten für strukturschwache Regionen ersetzen, der sich auch um die Ost-Belange kümmern soll. „Wir müssen dafür sorgen, dass die ländlichen Regionen in den westdeutschen Ländern nicht in Konkurrenz zu den strukturschwachen Regionen Ostdeutschlands treten“, hatte sie erklärt. All diese Regionen seien „gleich wichtig und gleich wert.“

Nun kommt es anders. In den Koalitionsgesprächen war man anderer Meinung, und so soll sich die 49-Jährige, die seit 1990 ununterbrochen für die SPD Thüringen im Bundestag sitzt, doch nur für den Osten stark machen. „Der Aufbau Ost ist bei der SPD in guten Händen“, sagte sie nach der Bekanntgabe der Personalie. Sie wird dem CDU-Politiker Christoph Bergner aus Halle folgen, dem sie im Sommer mangelndes Engagement für den Osten vorgeworfen hatte.

Thüringens SPD-Chef Christoph Matschie sieht in der Parteikollegin, die verheiratet ist und einen Sohn hat, eine der profundesten Kennerinnen Ostdeutschlands im Bundestag. Gleicke, 1964 in Schleusingen geboren, bringe Erfahrungen als parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Fraktion sowie als parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesverkehrsminister von 2002 bis 2005 mit.

Unter Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) soll die Südthüringer Bauzeichnerin und Bauingenieurin den Rang einer Parlamentarischen Staatssekretärin einnehmen.

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