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Bundeswehrskandale : Sollte die Bundeswehr mehr Geld erhalten? - Nein

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Argumente gegen eine Etaterhöhung im Verteidigungshaushalt

svz.de von
erstellt am 02.Okt.2014 | 11:30 Uhr

Das Problem liegt im Management

• Das Rüstungsproblem der Bundeswehr ist nicht in erster Linie ein finanzielles, sondern ein Managementproblem. Das macht sich schon daran bemerkbar, dass im vergangenen Jahr insgesamt 1,5 Milliarden Euro des Verteidigungsetats gar nicht ausgeschöpft wurden.

• Das Prinzip „Breite vor Tiefe“ widerspricht den Bestrebungen von Nato und EU, innerhalb der Bündnisse Aufgaben zu teilen. Diese Bemühungen kommen bisher nur schleppend voran. Man könnte sich stärker dafür einsetzen, um zu einem effizienteren Rüstungssektor zu kommen.

• Je mehr verschiedene Militärgeräte es gibt und je geringer die Stückzahlen desto größer ist der Wartungs-, Instandhaltungs- und Ausbildungsaufwand. Deswegen könnte eine stärkere Spezialisierung der Bundeswehr Kosten sparen.

• Bei der Beschaffung neuer Rüstungsgüter kommt es regelmäßig zu Verzögerungen und Kostensteigerungen, denen man durch ein besseres Vertragsmanagement entgegenwirken kann. Die Kosten für die Fregatte 125 haben sich im Laufe der Entwicklung von 656 Millionen auf 758 Millionen Euro erhöht. Der Preis für ein Transportflugzeug A400M stieg wegen einer nachträglichen Reduzierung der Stückzahl von 124,79 auf 175,31 Millionen Euro.

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