zur Navigation springen

François Hollande, Angela Merkel und Co. : So reagiert die Welt auf den Anschlag in Nizza

vom

Bei einer Attacke mit einem Lkw auf eine Menschenmenge am französischen Nationalfeiertag sind in Nizza Dutzende Menschen getötet worden. Politiker aller Parteien sind entsetzt, auch in Deutschland.

Nach der tödlichen Attacke mit einem Lastwagen auf Passanten in Nizza hat Frankreichs Präsident François Hollande von einem terroristischen Charakter der Tat gesprochen. „Wir müssen alles tun, um die Geißel des Terrorismus zu bekämpfen“, sagte der Staatschef am Freitagmorgen in Paris.

„Ganz Frankreich ist vom islamistischen Terrorismus bedroht“, sagte François Hollande. Deswegen sollten zusätzlich Soldaten und Reserven bei den Sicherheitskräften mobilisiert werden. Der seit den Anschlägen vom 13. November geltende Ausnahmezustand, den Hollande eigentlich am 26. Juli enden lassen wollte, soll um drei weitere Monate verlängert werden. Das Parlament solle darüber in der kommenden Woche entscheiden.

Hollande kündigte eine Verstärkung der französischen Aktivitäten im Irak und in Syrien an. Dort fliegt Frankreich als Teil der internationalen Koalition Angriffe gegen Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Um 9 Uhr soll es eine Sitzung des für Sicherheit und Verteidigung zuständigen Kabinetts geben. Danach wollen Hollande und Premierminister Manuel Valls zum Ort der Attacke nach Nizza fahren.

Nach dem Terroranschlag von Nizza hat Bundeskanzlerin Angela Merkel Frankreich die volle Solidarität Deutschlands zugesichert. „Deutschland steht im Kampf gegen den Terrorismus an der Seite Frankreichs“, sagte sie am Freitag am Rande des Asem-Gipfels im mongolischen Ulan Bator. „Und ich bin sehr überzeugt, dass trotz aller Schwierigkeiten wir diesen Kampf gewinnen werden.“ Alle Teilnehmer des Gipfels seien „vereint in der Fassungslosigkeit über den massenmörderischen Anschlag in Nizza“. Sie habe dem französischen Außenminister Jean-Marc Ayrault auf dem Gipfel ihr Mitleid ausgedrückt, sagte Merkel. Frankreich sei am Nationalfeiertag vom Terror getroffen worden, einem Tag, „der ein Tag des Stolzes ist und nun ein Tag der großen Trauer geworden ist“.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Vizekanzler Sigmar Gabriel den Franzosen ihr Mitgefühl ausgesprochen. Steinmeier erklärte am Freitag: „Ein Tag, der der Freude und dem Stolz auf die französische Nation gewidmet war, ist tragisch zu Ende gegangen und hat viele Menschen sinnlos in den Tod gerissen. Friedlich feiernde Menschen mussten sterben oder ringen ums Überleben. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und dem ganzen französischen Volk.“ Deutschland stehe fest an der Seite seines Nachbarn.

SPD-Chef Gabriel erklärte via Twitter: „Es sind furchtbare Bilder, die uns aus Nizza erreichen. Unsere Gedanken sind bei den Freunden und Angehörigen.“

US-Präsident Barack Obama sagte: „Wir stehen in Solidarität und Partnerschaft an der Seite Frankreichs, unseres ältesten Alliierten. ... Wir wissen, dass das Wesen der französischen Republik lange über diesen verheerenden und tragischen Verlust von Leben hinaus andauern wird.“

Weitere Statements:

„Von ganzem Herzen bei den Opfern und ihren Angehörigen nach der niederträchtigen Attacke in Nizza. Wir werden nicht nachgeben. Mut.“ (Der französische Wirtschaftsminister Emmanuel Macron auf Twitter)

„Der 14. Juli, der Tag an dem Frankreich seinen Nationalfeiertag begeht, steht für die Werte der französischen Revolution, die auch unsere Werte sind. Ein Angriff auf Frankreich ist deshalb ein Angriff auf die gesamte freie Welt“, sagte Bundespräsident Joachim Gauck in einer Mitteilung.

„Das Entsetzen über den Anschlag von Nizza ist kaum in Worte zu fassen. Alle Gedanken sind bei unseren französischen Freunden.“ (Regierungssprecher Steffen Seibert auf Twitter)

„Was für ein Schock! Stehen vereint mit unseren französischen Freunden. In Gedanken bei Opfern, den Angehörigen und beim französischen Volk.“ (Auswärtiges Amt auf Twitter)

„Ich war stolz, heute neben führenden Persönlichkeiten aus Frankreich bei den Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag in Paris zu stehen, und die Vereinigten Staaten werden weiterhin fest an der Seite der Franzosen während dieser tragischen Zeit stehen. Wir werden jede Unterstützung liefern, die benötigt wird.“ (US-Außenminister John Kerry in einer Mitteilung)

„Die Kanadier sind geschockt von den heutigen Ereignissen in Nizza. Unsere Mitgefühl ist bei den Opfern, und unsere Solidarität mit den Franzosen.“ (Kanadas Premierminister Justin Trudeau auf Twitter)

„Alle meine Gedanken sind bei den Opfern der verabscheuungswürdigen und feigen Tat von Nizza. Solidarität mit Frankreich.“ (Belgiens Premierminister Charles Michel auf Twitter)

„Tragisches Paradox, dass jene Menschen zum Ziel wurden, die Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit feierten.“ (EU-Ratspräsident Donald Tusk auf Twitter)

„Schreckliche Nachrichten aus Nizza. Unsere Gedanken sind bei unseren französischen Nachbarn.“ (Justizminister Heiko Maas auf Twitter)

„Schockierende Nachrichten vom Terror aus Nizza. Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien.“ (Grünen-Parteivorsitzende Simone Peter auf Twitter)

„Heute Morgen war ich noch im friedlichen Nizza...große Sorge. CL“ (FDP-Chef Christian Lindner auf Twitter)

zur Startseite

von
erstellt am 15.Jul.2016 | 09:12 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen