Schüsse auf deutsche Botschaft in Athen

svz.de von
31. Dezember 2013, 00:34 Uhr

Schrecken in der Nacht für den deutschen Botschafter in Griechenland, Wolfgang Dold. Gegen 3.30 Ortszeit gaben Unbekannte am Montag zahlreiche Schüsse aus Kalaschnikow-Sturmgewehren auf seine Residenz im Athener Vorort Chalandri ab. Verletzte habe es nicht gegeben, sagte ein Polizeisprecher.

Der Polizeibeamte, der die Residenz bewache, habe von seiner Waffe wegen der gegenüber liegenden Wohnhäuser keinen Gebrauch gemacht, hieß es. Das Gebiet sei von der Polizei weiträumig abgesperrt worden. In den griechischen Medien ist die Rede von mindestens 50 Patronenhülsen, die von der Polizei gefunden wurden. Sechs Personen sollen den Informationen nach festgenommen worden sein. Hinweise auf eine bestimmte Organisation lägen aber nicht vor.

Die Täter sollen mit Motorrädern gekommen sein, hätten in die Luft und auf das Gebäude geschossen, das zahlreiche Einschusslöcher aufweist. Sie hätten es anscheinend bewusst vermieden, in die Richtung des Wächters zu schießen.

Die deutsche Botschafterresidenz war bereits im Mai 1999 Ziel eines Terroranschlags gewesen. Damals war eine Panzerfaust auf das Haus abgefeuert worden. Zu dem Anschlag hatte sich die Untergrundorganisation „17. November“ bekannt. Die Gruppe war von 1975 bis 2002 aktiv und bekannte sich zu 23 Morden und zahlreichen weiteren Anschlägen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen