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Politik

18. Dezember 2017 | 23:33 Uhr

Wahl : Satt und steif

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

von
erstellt am 15.Sep.2014 | 20:58 Uhr

Wenn man Worte essen könnte, wäre gestern ein Tag zum Sattwerden gewesen. Das Ritual „Tag danach“ brachte wenig Ertrag. Die AfD verdarb allen den Appetit. Ein Häuflein CDU-Rebellen will sie nun „inhaltlich stellen und entzaubern“! Schon vor 25 Jahren drosch man so Phrasen – damals gegen die PDS-Wähler, die als „Protestwähler“ galten. Einige Regierungsbeteiligungen später ist die Linke längst selbst Protest-Gegenstand. Zuletzt galten NPD-Anhänger teils als Protestwähler. Nazis aber sind zu extrem und deshalb geächtet. Die Piraten waren wohl nur ein Räuspern in der Parteienlandschaft. Die AfD könnte sich festsetzen. Weil sie „nur“ populistisch ist und Themen besetzt, die teils auch im „Konservativen-Kapitel“ anderer Parteien stehen.

Was hatten die Wahlstrategen geglaubt: „Das geht wieder weg“ – wie lästiges Kratzen im Hals? Die Frage, „wie müssen wir uns ändern, damit die Mehrheit der Gesellschaft sich wieder hinter uns versammelt“, gehört nicht zum Analyse-Repertoire. Allerdings verhinderte auch die Protest-Wahlchance nicht, dass die Hälfte der Wähler zu Hause blieb.

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