Widerspruch gegen Parteispitze : Sachsen-AfD verteidigt gemeinsame Demonstrationen mit Pegida

Björn Höcke (M.) und der Pegida-Chef Lutz Bachmann (dahinter) bei einer Demonstration in Chemnitz.
Björn Höcke (M.) und der Pegida-Chef Lutz Bachmann (dahinter) bei einer Demonstration in Chemnitz.

Eine Beobachtung durch den Verfassungsschutz will die AfD vermeiden. Auch deshalb sollen die Mitglieder künftig genauer darauf achten, mit wem sie zusammen demonstrieren. Doch das ist nur eine Empfehlung der Parteispitze. Die sächsische AfD will sich daran nicht halten.

svz.de von
15. September 2018, 13:22 Uhr

Die AfD Sachsen hält entgegen den Empfehlungen der Bundespartei am Schulterschluss mit dem fremdenfeindlichen Pegida-Bündnis fest. «Die Menschen bei Pegida sind weder Rechtsextremisten noch Nazis», sagte der Landesvorsitzende Jörg Urban beim AfD-Parteitag in Markneukirchen.

Damit verteidigte er vor rund 180 Delegierten die gemeinsame Demonstration von AfD und Pegida am 1. September in Chemnitz, an der sich auch die Teilnehmer einer Kundgebung der rechtspopulistischen Bewegung Pro Chemnitz beteiligt hatten. Am Rande dieses sogenannten Trauermarsches für einen mutmaßlich von Migranten getöteten Deutschen hatten Teilnehmer unter anderem den Hitlergruß gezeigt.

Der AfD-Bundesvorstand hatte in der vergangenen Woche einen Beschluss gefasst, wonach den Anhängern geraten wird, nur an solchen Kundgebungen teilzunehmen, die ausschließlich von der AfD angemeldet und organisiert werden.

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