Moskau : Russland verlängert Aufenthaltserlaubnis von Snowden

 
 

Er lebt nach einer abenteuerlichen Flucht seit Juni 2013 an einem geheimen Ort in Russland

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18. Januar 2017, 10:48 Uhr

Russland hat die Aufenthaltserlaubnis des geflohenen US-Whistleblowers Edward Snowden um zwei Jahre verlängert. Das bestätigte die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Mittwoch auf ihrer Facebook-Seite. Der Kreml lehnte eine weitere Stellungnahme ab. Die bisherige Aufenthaltsgenehmigung des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters war bis August 2017 gültig.

Snowden hatte die Überwachungspraktiken des US-Geheimdienstes NSA öffentlich gemacht. Er lebt nach einer abenteuerlichen Flucht seit Juni 2013 an einem geheimen Ort in Russland. Die USA fordern seine Auslieferung wegen Geheimnisverrats. Russland lehnt eine Abschiebung ab. Dem 33-Jährigen droht in den USA eine Haftstrafe.

Unmittelbar nach dem Wahlsieg von Donald Trump hatte Snowdens Anwalt, Anatoli Kutscherena, betont, dass sich Moskau auch nach einer möglichen Verbesserung der russisch-amerikanischen Beziehungen nicht auf eine Abschiebung einlassen werde. Der dem Kreml nahe stehende Jurist sagte, die Aufenthaltsgenehmigung sei „rechtlich nicht zu beanstanden“.

Snowden gratulierte Chelsea Manning, die der scheidende US-Präsident Barack Obama zwei Tage vor Ende seiner Amtszeit begnadigt hatte.

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Manning hatte der Plattform Wikileaks Hunderttausende geheime Dokumente zugespielt. Sie war zu 35 Jahren Haft verurteilt worden.„In fünf Monaten bist du frei. Danke für alles, was du getan hast, Chelsea. Bleib noch eine Weile stark!“, twitterte Snowden am Dienstagabend. Manning soll das Gefängnis am 17. Mai 2017 verlassen dürfen.

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