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Polizisten aus MV dabei : Riesige Anti-Terror-Übung in Kiel gestartet

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Die Ausmaße sind gewaltig: 1500 Einsatzkräfte reagieren auf drei fiktive Anschlagsszenarien rund um Kiel.

svz.de von
erstellt am 27.Apr.2017 | 10:26 Uhr

Kiel | Die bislang größte Anti-Terror-Übung in Schleswig-Holstein hat am Donnerstagmorgen in Kiel begonnen. Rund 1500 Polizisten, Rettungskräfte und Opfer-Darsteller sind beteiligt. Mit dabein sind Polizei-Spezialkräfte sowie Bundespolizei und Wasserschutzpolizei aus Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Sachsen-Anhalt. Die Eliteeinheit GSG9 der Bundespolizei ist als Beobachter vertreten, die Bundeswehr leistet logistische Hilfe. Über Kiel kreisen Hubschrauber.

Nach Angaben von Sprechern dürfte es sich um eine der größten öffentlichen Anti-Terror-Übungen in Deutschland handeln.

Bei der Übung „Pandora“ geht es um drei fiktive Anschlagsszenarien:

  • Bei der Übung auf dem Flughafen Kiel-Holtenau geht es um einen Überfall auf eine Feier.
  • Bei der fiktiven Explosion in einem Bus unter der Holtenauer Hochbrücke soll die schnelle medizinische Versorgung und Spurensicherung geprobt werden.
  • In Kiel-Mettenhof kommt es in einem fiktiven Verlagshaus zu einer Geiselnahme.

„Wir bereiten uns vor auf das, was möglichst nicht passiert, aber jederzeit passieren kann“, sagte Landespolizeidirektor Ralf Höhs. Er verwies auf die Terroranschläge in Madrid, London, Brüssel und Berlin. Die Polizei wolle ihre taktischen Einsatzkonzepte auf Herz und Nieren prüfen. Ziel sei es auch, das Zusammenspiel von Polizei und Rettungskräften möglichst optimal zu gestalten sowie in der Führungszentrale schnelle Entscheidungsabläufe sicherzustellen.

Die Übungen seien zwar in abgesperrten Bereichen, aber für die Bürger wahrnehmbar, betonten Polizeivertreter. Es könne zu kurzen Verkehrsbehinderungen kommen. Im Bereich der Polizeidirektion Bad Segeberg werde eine echte Verkehrskontrolle auf der Autobahn 21 aufgebaut und der Verkehr dabei über einen Rastplatz geleitet.

Anfang März gab es eine dreitägige Großübung in sechs Bundesländern, jedoch nicht im öffentlichen Raum. Daran beteiligten sich nach Angaben des Bundesinnenministeriums knapp 1200 Kräfte von Polizei und Bundeswehr. Bei „Getex“ (Gemeinsame Terrorismusabwehr-Exercise) testeten Bundeswehr und Polizei ihre Zusammenarbeit im Anti-Terror-Kampf. Dabei ging es um die Kooperation in den Stabsstellen und Zentralen der Sicherheitskräfte.

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