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Nationalen Hochwasserschutzprogramm : Projektstart im Hochwasserschutz

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Umweltstaatssekretärin Almut Kottwitz erläuterte in Bleckede, in welche Maßnahmen im Rahmenplan Elbe in diesem Jahr Geld fließt

von
erstellt am 07.Jul.2016 | 12:00 Uhr

Mit 500 000 Euro in diesem Jahr, 500 000 Euro im nächsten und 1,5 Millionen Euro in 2018 beteiligt sich das Land Niedersachsen im Rahmen des Nationalen Hochwasserschutzprogramms (NHWSP) an verschiedenen Projekten zur Verbesserung des Hochwasserschutzes an der Elbe. Umweltsstaatsekretärin Almut Kottwitz stellte gestern im Biosphärium in Bleckede vor, in welche Projekte das Geld fließen wird. Die Mittel kommen zu 60 Prozent vom Bund, die übrigen 40 Prozent steuert das Land selbst bei.

Es geht um präventive Maßnahmen, darum Rückhalteräume wieder zu gewinnen“, so Kottwitz. So wird jetzt eine Machbarkeitstudie für eine Deichrückverlegung im Bereich zwischen Radegast und Bleckede finanziert. Die Studie führt der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) im Auftrag des Artlenburger Deichverbandes durch.

Im niedersächsichen Bereich der Unteren Mittelelbe sind die Möglichkeiten für Deichrückverlegungen sehr eingeschränkt. „Um eine Förderung durch den Bund zu bekommen, müssen mindestens 100 Hektar ausgedeicht werden“, erläuterte Heiko Warnecke vom NLWKN. Der „Vitico“ umfasst etwa 140 Hektar. Eine Deichrückverlegung an dieser Stelle würde zu einer Absenkung des Hochwasserscheitels um sieben bis acht Zentimeter führen. Natürlich muss auch berechnet werden, was so eine Maßnahme für den rechtselbischen Bereich auf der gegenüberliegend Seite für Folge hätte.

Finanziell beteiligt sich Niedersachsen zudem an der Verbesserung der Hochwasservorhersage und an der Fortführung des 2-D-Modells. Außerdem ist eine finanzielle Beteiligung an der Optimierung der Nutzung der Havelpolder in Brandenburg vorgesehen. Denn was die Oberlieger für den Hochwasserschutz tun kommt unmittelbar den Nachbarn Niedersachsen und Mecklenburg zu Gute. In diesem Zusammenhang ist auch die Beteiligung am Projekt „Flutungspolder Lenzer Wische“ zu sehen. Die Lenzer Wische liegt zwischen Dömitz und Lenzen in Brandenburg. Das Projekt Flutungspolder wird im Nationalen Hochwasserschutzprogramm als vordringlich eingestuft und eine Machbarkeitsstudie wurde schon vor gut einem Jahr vorgestellt. Je nach Ausbaugrad des geplanten Polders könnte zwischen 19 bis 92 Kubikmeter Wasser aufgenommen werden, was eine Kappung des Hochwasserscheitels der Elbe zwischen neun und 32 Zentimetern bedeuten würde. Laut Homepage des brandenburgischen Umweltministeriums belaufen sich die Gesamtkosten für das Projekt „Flutungspolder Lenzer Wische“ gegenwärtig auf geschätzte 43,1 Millionen Euro.

 

 

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