Polizei in Kiew umstellt Demonstranten

Ein Prister segnet Soldaten, die in der Nähe der Demonstanten warten.
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Ein Prister segnet Soldaten, die in der Nähe der Demonstanten warten.

svz.de von
10. Dezember 2013, 00:34 Uhr

Die Fronten in der krisengeschüttelten Ukraine sind nach dem Sturz des Lenin-Denkmals in Kiew verhärteter denn je. Auf der einen Seite die prorussische Führung um Präsident Viktor Janukowitsch, auf der anderen die europäischen Kräfte um Boxweltmeister Vitali Klitschko. Die Opposition rüstet sich in Kiew mit Barrikaden aus Mülltonnen und Fahrzeugen – als Bollwerk gegen die starken Uniformierten der Sonderheit Berkut (Steinadler). Jeden Moment könnte die Staatsmacht in der Millionenstadt zuschlagen, um die seit Wochen dauernden prowestlichen Proteste niederzuschlagen.

Die Anspannung auf beiden Seiten der verfeindeten Lager ist am Montag fast mit den Händen greifbar. „Die Sperrungen bleiben, bis unsere Forderung nach Neuwahlen erfüllt ist“, sagt Klitschko.

Immer wieder schwellten die Proteste an den vergangenen drei Sonntagen bis zu Hunderttausenden Teilnehmern an. Viele Ukrainer wollen ausharren, weil sie unter Janukowitschs Politik keine Zukunft sehen. Sie fürchten ein Klein-Russland unter Herrschaft eines autoritären Kremlchefs Wladimir Putin.

Die Lage ist verfahren. Heute will Janukowitsch auf Vorschlag seiner Amtsvorgänger Leonid Krawtschuk, Leonid Kutschma und Viktor Juschtschenko bei einem Treffen nach einem Ausweg suchen.

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