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Wegen schleichender Überfremdung : NPD-Politiker will arabische Hausnummern abschaffen

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Otfried Best will in Völklingen im Saarland Bürgermeister werden. Bei einer Podiumsdiskussion sorgte er für Lacher.

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erstellt am 02.Sep.2017 | 08:50 Uhr

Völklingen | In Völklingen im Saarland wird am Tag der Bundestagswahl am 24. September auch der Oberbürgermeister gewählt. Vier Kandidaten stellten sich daher bei einer Podiumsdikussion am vergangenen Mittwoch Fragen von Bürgern. Darunter auch Otfried Best, Kandidat der NPD. Dabei erntete der 60-Jährige Häme, Spott und viele Lacher. Und das war passiert:

Ein Politiker der Satire-Partei "Die Partei" stellte dem NPD-Mann eine Falle. Während der Diskussion fragte Uwe Faust: „Herr Best, laut Baugesetzbuch, Paragraph 126, ist jeder Eigentümer verpflichtet, sein Grundstück mit der durch die Gemeinde vorgegebene Nummer zu kennzeichnen. Jetzt ist mir erschreckend aufgefallen, dass in Völklingen viele Hausnummern mit arabischen Zahlen gekennzeichnet sind. Wie möchten Sie gegen die schleichende Überfremdung vorgehen?“

Von rund 600 Gästen in dem Saal brachen schon bei der Frage die ersten Lacher los. Best schien das nicht zu irritieren. Mit fester Stimme sagte er: „Da warten Sie mal ab, Herr Faust, bis ich Oberbürgermeister bin. Da werd' ich das ändern. Da werden da mal normale Zahlen drankommen.“ Nun lag der Saal vollends am Boden. Vereinzelt erklangen sarkastische Hurra-Rufe. Die Tonspur zeichnete ein SR-Redakteur bei der Veranstaltung auf.

In der westlichen Welt sind heute arabische Ziffern (1, 2, 3,...) gebräuchlich. Sie lösten im 12. Jahrhundert die römischen Ziffern (I, II, III...) ab. Dies weiß nun spätestens seit vergangenem Mittwoch auch Otfried Best. Ob er für sein Ziel, Oberbürgermeister zu werden, noch genug Stimmen bekommen kann, ist zumindest seit diesem Auftritt zumindest fraglich.

 

 

 

 

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