Nach Hinrichtung : Nordkorea huldigt dem Diktator

Kim Jong-un
Kim Jong-un

Die nordkoreanische Partei- und Armeeführung hat Machthaber Kim Jong Un nach der Hinrichtung von Spitzenpolitikern ihre uneingeschränkte Loyalität geschworen.

svz.de von
18. Dezember 2013, 00:35 Uhr

Die nordkoreanische Partei- und Armeeführung hat Machthaber Kim Jong Un nach der Hinrichtung von Spitzenpolitikern ihre uneingeschränkte Loyalität geschworen.

Nordkorea beging gestern den zweiten Todestag des früheren Machthabers Kim Jong Il sowie den zweiten Jahrestag der Machtübernahme von dessen heute um die 30 Jahre alten Sohn. Nach der überraschenden Hinrichtung von Kims Onkel und Mentor, Jang Song Thaek, in der vergangenen Woche wurden die Feierlichkeiten im In- und Ausland mit größerer Aufmerksamkeit als sonst verfolgt.

Kim saß während der Zeremonie unter einem riesigen Bild seines Vaters, schaute zumeist ernst, klatschte gelegentlich in die Hände, äußerte sich aber nicht.

Auf den vom Staatsfernsehen ausgestrahlten Bildern war Kims Tante, Kim Kyong Hui, nicht zu sehen. Die Witwe von Jang hätte nach südkoreanischer Auslegung mit ihrer Anwesenheit „die Hinrichtung ihres Mannes durch ihren Neffen öffentlich anerkannt“. Es gab aber auch andere Interpretationen ihrer Abwesenheit. „Es wäre für sie emotional zu schwer zu ertragen gewesen, eine Woche nach der Hinrichtung ihres Mannes in der Öffentlichkeit zu erscheinen“, sagte ein Kommentator.

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