Faktencheck : Noch nie so viel Geld für Bildung

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In unserer Reihe Populismus. Positionen. Perspektiven widmen wir uns der Frage: Stimmt es, oder nicht?

svz.de von
10. April 2017, 08:00 Uhr

Bund, Länder und Gemeinden haben 2016 so viel Geld für Bildung ausgegeben wie nie zuvor. Die Ausgaben von 129,2 Milliarden Euro liegen vier Prozent über dem Vorjahr, so eine Berechnung des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden, die auf dem Bildungsfinanzbericht, der im Auftrag des Bundesbildungsministeriums und der Kultusministerkonferenz (KMK) erstellt wurde, basiert.

Die Aussage ist richtig. Richtig ist aber auch: Im Vergleich mit anderen Ländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) schneidet Deutschland mit 9,7 Prozent im Bereich der öffentlichen Bildungsausgaben eher schlecht ab. Im Durchschnitt investieren die OECD-Mitgliedsländer 13,2 Prozent ihrer öffentlichen Gesamtausgaben in die Bildung. Spitzenreiter ist Mexiko, das mehr als 22 Prozent aufwendet, gefolgt von der Slowakei und Neuseeland. Deutschland steht mit knapp unter 10 Prozent auf dem drittletzten Platz vor Japan und Italien. Und auch im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt schneidet Deutschland international nicht viel besser ab, liegt unter OECD-Durchschnitt.

Quelle: gemeinsame Datenerhebung von UNESCO, OECD und Eurostat (UOE-Datenerhebung).

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