Nicht-Wort „covfefe“ : Missglückter Trump-Tweet sorgt weltweit für Erheiterung

Trump twittert und das Netz dreht durch. Eigentlich nichts Neues, aber nach der wohl unfreiwilligen Wortschöpfung „covfefe“ lacht die Welt über den US-Präsidenten.

svz.de von
31. Mai 2017, 11:06 Uhr

Was meint der der US-Präsident mit „covfefe“? Ein Tweet von Donald Trump mit Tippfehlern sorgt im Netz für Spekulationen, was Trump seinen 31 Millionen Followern eigentlich sagen wollte.

„Despite the constant negative press covfefe“ (deutsch: Trotz der dauernden negativen Presse covfefe), heißt es in dem kurz nach Mitternacht (Ortszeit/US-Ostküste) heute geposteten Tweet im Kurznachrichtendienst Twitter. Nach dem Nicht-Wort „covfefe“ scheint der Tweet mitten im Satz abzubrechen.

 

Vermutlich wollte Trump „coverage“ - also Berichterstattung - schreiben, spekulieren Journalisten und Twitter-User. Hatte der Präsident zuviel Eis gegessen, sodass er spätabends nicht mehr tippen konnte? War Alkohol im Spiel - obwohl Trump eigentlich nicht trinkt? Meinte er eigentlich Kaffee oder hatte er unabsichtlich sein Codewort für die US-Atombomben verraten? „Covfefe“ könnte aber auch russisch für „Ich trete zurück“ heißen, schrieb eine Userin in Anspielung auf die Russland-Affäre. All diese Vermutungen machten #covfefe weltweit zu einem Internet-Phänomen.

„Donald Trump könnte soeben das Wort des Jahres 2017 erfunden haben (auch wenn es unabsichtlich war)“, hieß es etwa beim australischen Sender ABC. Auch Deutschland folgte dem „covfefe“-Trend: „Es steckt viel Spaß in covfefe“, twitterte etwa der Comedian Jan Böhmermann.

 

Eine Twitter-Nutzerin schreibt: „Die Welt wird nicht mit einem Knall enden, aber mit einem Covfefe.“

 

Die Wortneuschöpfung gibt es binnen kürzester Zeit auch auf T-Shirts zu kaufen.

 

Schnell hatte „covfefe“ auch einen Eintrag im „Urban Dictionary“, einem Online-Wörterbuch für Umgangssprache: „Wenn man „coverage“ schreiben will, aber die Hände zu klein sind, um alle Buchstaben auf der Tastatur zu treffen.“ Findige Internet-Unternehmer boten auch schon T-Shirts mit „covfefe“-Aufdruck an.

Der Eintrag im „Urban Dictionary“.
Foto: Screenshot/urbandictionary.com

Der Eintrag im „Urban Dictionary“. Als Beispielsatz fügte der Nutzer „lightinglax“ ein: „Es ist Zeit diesen Ort zu zerbomben.“ „Was ist der Code?“ „Covfefe!“

Auch mehrere Stunden später war die Twitter-Nachricht nicht gelöscht. Mehr als 100.000 Twitter-Nutzer hatten den Tweet geteilt, mehr als 130 000 das Gefällt-mir-Zeichen angeklickt. „covfefe“ war weltweit ein vielgesuchter Begriff bei Google.

Auch abseits von „Covfefe-Gate“ sorgt Trump für Aufsehen

Donald Trump soll Staatschefs weltweit seine Handynummer gegeben haben, damit sie ihn direkt kontaktieren können. Das berichtet die Associated Press. Dieser lasche Umgang schürt Bedenken über die Sicherheit der Kommunikationsmethoden des US-Präsidenten. Gespräche könnten abgehört werden. Ein solcher Nummernaustausch ist nach diplomatischen Protokollen nicht vorgesehen. In der Regel werden Gespräche zwischen Staatslenkern nur über besonders gesicherte Verbindungen geführt. Selbst diese könnten angezapft werden.

Im Detail habe Trump Kanadas und Mexikos Führung seine Nummer weitergereicht, sagen frühere und aktuelle Offizielle dem Portal „News Wire“. Nur Justin Trudeau habe die Möglichkeit bereits genutzt. Auch hätten Trump und der neue französische Präsident Emanuel Macron Nummern ausgetauscht. Das Weiße Haus und das Büro von Trudeau wollten die Nummernweitergabe bislang nicht kommentieren.

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