Konflikt um Rebellengebiet : Mehr als 40 Tote bei Raketenangriff auf Islamisten in Syrien

Archivbild vom 24.08.2019: Männer in Idlib gehen auf Trümmern nach einem Luftangriff auf ein Wohngebiet.
Archivbild vom 24.08.2019: Männer in Idlib gehen auf Trümmern nach einem Luftangriff auf ein Wohngebiet.

Die syrische Armee geht massiv gegen die Rebellen in der Provinz Idlib vor. Unklar ist, wer für den neuesten Angriff verantwortlich ist.

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31. August 2019, 18:17 Uhr

Damaskus | Bei einem Raketenangriff auf ein Treffen von Islamisten in Syrien sind nach Angaben von Rebellen und Beobachtern mindestens 40 Menschen getötet worden. Der Angriff habe sich nördlich von Idlib zwischen den Ortschaften Kafaria und Maarat ereignet, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag mit. Dabei sollen auch zwei hochrangige Kommandanten der Dschihadistenmiliz Hurras al-Din (Hüter der Religion) getötet worden sein, die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbündet ist, hieß es aus Kreisen von Rebellen in Idlib.

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Wer für den Angriff verantwortlich ist, war zunächst unklar. Genauso wisse man nicht, ob es sich um einen Angriff von Kampfflugzeugen oder mit bodengestützten Raketen handele, teilte die Beobachtungsstelle mit. Am Freitag hatte die syrische Regierung eine einseitige Waffenruhe für die von Rebellen kontrollierte Provinz Idlib ausgerufen. "Terroristen" seien davon allerdings ausgenommen, sagte das syrische Militär. Aus Rebellenkreisen hieß es, Kampfflugzeuge hätten sieben Raketen abgefeuert. Die Explosionen seien weit in der Region zu hören gewesen.

Die Provinz Idlib im Nordwesten von Syrien ist das letzte große Rebellengebiet in dem Bürgerkriegsland. Es wird überwiegend von islamistischen Milizen kontrolliert. Nach Schätzungen leben rund drei Millionen Menschen in der Gegend. Die syrische Armee geht seit April massiv gegen die Rebellen in der Provinz vor.

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