Nach Facebook-Post von Erika Steinbach : Lichtermarkt in Elmshorn: Kripo ermittelt wegen Volksverhetzung

Seit 2007 zieht der Elmshorner Lichtermarkt auf dem Alten Markt Taussende Besucher an.
Seit 2007 zieht der Elmshorner Lichtermarkt auf dem Alten Markt Taussende Besucher an.

Wegen Anfeindungen gegen die Stadt Elmshorn und Bürgermeister Volker Hatje wird in zehn Fällen ermittelt.

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27. November 2017, 15:33 Uhr

Elmshorn | Nach der bundesweiten Hetze gegen den Lichtermarkt in Elmshorn ermittelt die Kripo nun in zehn Fällen. Das bestätigt die Polizeidirektion Itzehoe auf Nachfrage von shz.de am Montag. Insgesamt zehn Anzeigen seien wegen Volksverhetzung, Beleidigung und Bedrohung eingegangen. Die Ermittlungen seien laut Polizei schwierig, da einige Nutzer ihre Beiträge anonym gepostet haben. Derzeit seien Spezialisten dabei, die Identitäten der Personen zu klären.

Mitte November geriet der Lichtermarkt in Elmshorn (Kreis Pinneberg) in den sozialen Netzwerken in heftige Kritik. Grund dafür: der Name „Lichtermarkt“ und das Plakatmotiv, mit dem der Weihnachtsmarkt beworben wird. Dieses zeigt einen Weihnachtsbaum, Sterne und ein Lebkuchenherz. Zu lesen ist, dass der Markt vom 27. November bis 24. Dezember auf dem Alten Markt geöffnet ist – und dann ist da noch ein dunkelhäutiges Kind mit Engelsflügeln. Ein Skandal für viele Nutzer sozialer Medien. Prominenteste Gegnerin des Plakats ist Erika Steinbach, die im Januar 2017 aus der CDU austrat, und die AfD im Bundestagswahlkampf unterstützte. Zuletzt war sie fraktionslose Abgeordnete im Bundestag, kandidierte aber bei der Bundestagswahl 2017 nicht erneut.

Auf ihrer Facebook- und Twitterseite hatte Steinbach einen Beitrag gepostet, der bundesweit für Schlagzeilen gesorgt hat:

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„Ich kenne kein Land, das seine eigenen Traditionen und Kultur selbst aufgibt. Deutschland zerstört seine Identität selbst“, schrieb Steinbach. Unter dem Eintrag ist das Plakat des Lichtermarkts zu sehen. Viele Hasskommentare aus ganz Deutschland erreichten daraufhin die Elmshorner Stadtverwaltung. Bürgermeister Volker Hatje reagierte mit einer zweiseitigen Stellungnahme, in der er sich gegen jede Art von Diskriminierung und Instrumentalisierung aussprach.

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