Umweltschutz : Kampf gegen Plastikmüll

Eine Katze hockt auf dem vor allem mit Plastikflaschen verschmutzten Atlantikstrand von Ngor, Dakar, Senegal.

Eine Katze hockt auf dem vor allem mit Plastikflaschen verschmutzten Atlantikstrand von Ngor, Dakar, Senegal.

EU-Kommission stellt heute Pläne vor

von
28. Mai 2018, 11:45 Uhr

Die EU-Kommission will einem Zeitungsbericht zufolge mit finanziellem Druck, mehr Recycling und dem Verbot bestimmter Einweg-Plastikprodukte gegen Plastikmüll vorgehen. Ein Maßnahmenpaket, das die EU-Kommission vorlegen will, sieht laut den Zeitungen der Funke-Mediengruppe ein Verbot von Plastikgeschirr, Plastikbesteck, Strohhalmen und Wattestäbchen aus Plastik sowie Plastikhalterungen von Luftballons durch die Mitgliedstaaten vor.

EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger plant zudem eine Plastikmüllabgabe, die seinen Angaben zufolge aber nicht direkt die Verbraucher belasten soll: „Unser Vorschlag ist, dass jeder Mitgliedstaat pro Kilogramm nicht recyceltem Plastikmüll einen bestimmten Betrag an den EU-Haushalt abführt“, sagte der CDU-Politiker. Geplant ist demnach ein nationaler Beitrag von 80 Cent pro Kilogramm Plastikmüll. „Damit entsteht ein Anreiz, für die nationale Politik zu prüfen, wie Plastikmüll reduziert werden kann – über Verbote, Aufklärung, eine nationale Steuer oder eine Gebühr etwa auf Plastik-Tragetaschen“, sagte Oettinger. Es gehe also nicht um eine europäische Steuer, sondern um einen Anreiz für die Mitgliedstaaten, die Plastikmüll-Mengen zu verringern.

Das Verbot von Einweg-Produkten, das die Mitgliedstaaten umsetzen sollen, soll gezielt solche Produkte betreffen, für die es leicht verfügbare und bezahlbare Alternativen gibt. Für andere Plastikprodukte wie Luftballons sollen demnach auffällige Warnhinweise vorgeschrieben werden, die die Verbraucher über die Umweltrisiken aufklären. Eingeschränkt werden sollen Plastikverpackungen, wie sie Imbissbuden zum Mitnehmen verwenden. Die Hersteller solcher Fast-Food-Verpackungen sollen demnach die Kosten für die Müllentsorgung – auch auf den Meeren – tragen und Umwelt-Aufklärungskampagnen finanzieren.

Wie die Kostenübernahme in der Praxis aussehen könnte, sei aber unklar. Plastikflaschen sollen demnach zu 90 Prozent recycelt werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen