Offener Streit mit Trump : Immer noch keine Eingung beim G7-Gipfel in Kanada

Noch keine Einigung auf Abschlussdokument: Donald Trump streitet sich mit den restlichen Gipfelteilnehmer. Foto: picture alliance/Michael Kappeler/dpa
Noch keine Einigung auf Abschlussdokument: Donald Trump streitet sich mit den restlichen Gipfelteilnehmer. Foto: picture alliance/Michael Kappeler/dpa

Wieder einmal sind sich US-Präsident Trump und die restlichen Teilnehmer des G7-Gipfels nicht einig. Ein Eklat droht.

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09. Juni 2018, 16:15 Uhr

La Malbaie | Der G7-Gipfel in Kanada steht wegen des offenen Streits mit US-Präsident Donald Trump vor dem Scheitern. Obwohl die ganze Nacht an Texten gearbeitet worden sei, stehe immer noch nicht fest, ob es die übliche gemeinsame Abschlusserklärung geben werde, erfuhr die dpa am Samstag aus Teilnehmerkreisen.

Noch könne aber nicht davon gesprochen werden, dass es keine Chance mehr gebe, doch noch zu einer Lösung zu kommen. Kanzlerin Angela Merkel hatte am Freitag erklärt, auch wenn es kein gemeinsames Abschlusskommuniqué gebe, sehe sie das G7-Format nicht am Ende.

Trudeau mit besonderem Geschenk für Trump
Kanadas Premierminister Justin Trudeau hat seinem US-Amtskollegen Donald Trump beim G7-Gipfel führender Wirtschaftsnationen mit einem besonderen Gastgeschenk überrascht. Trudeau überreichte Trump bei einem bilateralen Treffen am Rande des Gipfels am Freitag (Ortszeit) ein altes, gerahmtes Foto, auf dem ein Hotel in Kanada zu sehen ist, das einst Trumps Großvater gehörte. Es sei ein «großartiger Moment» gewesen, als Trudeau Trump das Bild überreichte, schrieb Trumps Sprecherin Sarah Sanders beim Kurznachrichtendienst Twitter und veröffentlichte ein Foto der beiden bei der Übergabe.

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Das Hotel stand Anfang des 20. Jahrhunderts Medienberichten zufolge im Ort Bennett in der westkanadischen Provinz British Columbia, der heute nicht mehr existiert. Trumps Großvater Fred war aus Deutschland ausgewandert und über New York und die US-Westküste in Kanada gelandet, angezogen vom Goldrausch. Gemeinsam mit einem Partner eröffnete er in Bennett ein Hotel, das auch Restaurant und Bar war. Später siedelte er es in die Stadt Whitehorse um. Das Geschäft lief den Berichten zufolge glänzend und die Einnahmen lieferten den Grundstock für das heutige Immobilien-Imperium der Trumps.

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