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Nach Trumps Rede : Im Ton versöhnlicher

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Trumps Rede vor dem Kongress: Umsetzung von Wahlversprechen angekündigt

svz.de von
erstellt am 01.Mär.2017 | 21:51 Uhr

US-Präsident Donald Trump hat bei seiner ersten Rede vor dem Kongress die Umsetzung vieler seiner umstrittenen Wahlversprechen angekündigt, aber dabei einen deutlich versöhnlicheren Ton an den Tag gelegt als bisher. Trump will weiter eine „große Mauer“ an der Grenze zu Mexiko bauen, ein großes Infrastrukturprogramm als Jobmaschine auflegen, Millionen Arbeitsplätze aus dem Ausland zurückholen, die USA vor einem „radikalen islamischen Terrorismus“ schützen und die Terrororganisation Islamischer Staat zerstören.

Der Präsident unterstrich bei seiner Rede vor den Abgeordneten und Senatoren im Washingtoner Kapitol am Dienstagabend (Ortszeit) seine Verbundenheit zur Nato und zum Freihandel, solange dieser fair verlaufe. Details etwa seines Wirtschaftsprogramms oder der Steuerreform nannte er nicht.

In der traditionellen Erwiderung der Oppositionspartei warf der frühere Gouverneur von Kentucky, Steve Beshear, Trump u.a. vor, Millionen Menschen die Gesundheitsversorgung wegnehmen zu wollen. „Die Rede des Präsidenten war völlig losgelöst von der grausamen Realität seines Verhaltens“, sagte die Demokraten-Chefin im Abgeordnetenhaus, Nancy Pelosi.

Bei seiner Rede zu seiner Amtseinführung am 20. Januar hatte Trump noch eine düstere Vision eines „amerikanischen Gemetzels“ präsentiert. Seine Ansprache am Dienstag klang deutlich optimistischer. „Die Zeit für Denken in kleinen Dimensionen ist vorbei“, erklärte der Republikaner etwa. „Von nun an wird Amerika von unserem Streben befähigt – nicht von unserer Furcht belastet.“

Zu Beginn der Rede prangerte Trump Hassverbrechen der vergangenen Tage in den USA an. Drohungen gegen jüdische Einrichtungen und die tödlichen Schüsse auf einen Inder in Kansas seien eine Erinnerung, dass die USA zusammenstehen und Hass  verurteilen müssten.

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