Angriff bei Afrin : Hat Türkei Giftgas eingesetzt?

Atembeschwerden bekamen sechs Menschen nach einem mutmaßlichen Angriff in Afrin.
Atembeschwerden bekamen sechs Menschen nach einem mutmaßlichen Angriff in Afrin.

Ärzte berichten von mehreren Opfern nach Angriff bei Afrin

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18. Februar 2018, 18:00 Uhr

In der kurdischen Region Afrin in Nordsyrien sollen die türkische Armee und ihre Verbündeten Giftgas eingesetzt haben. Sechs Menschen hätten durch die Einwirkung eines nicht näher bestimmten Gases Atembeschwerden und erweiterte Pupillen bekommen, berichteten Beobachter und ärztliches Personal. Die Türkei wies die Anschuldigungen zurück.

Der mutmaßliche Angriff habe sich am Freitag iem Ort Scheich Hadid westlich der Stadt Afrin ereignet, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Der Leiter des Krankenhauses in Afrin, Joan Schitika, sagte, dass die Verletzten mit Atembeschwerden nach türkischem Beschuss eingeliefert worden seien. Die staatliche Syrische Nachrichtenagentur Sana warf der türkischen Armee vor, Granaten mit Giftgas bei dem Beschuss einer Ortschaft eingesetzt zu haben.

Gemeinsam mit Verbündeten der Freien Syrischen Armee geht die Türkei seit fast vier Wochen gegen die Kurdenmiliz YPG in Nordsyrien vor. Die Kurden kontrollieren große Teile entlang der türkisch-syrischen Grenze. Die Türkei stuft die YPG wegen enger Verbindungen zur verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK als terroristisch ein. Nicht nur wegen der Anschuldigungen gegen die Türkei und ihre Verbündeten droht die Situation im nordsyrischen Afrin weiter zu eskalieren. Regierungstreue Truppen sollen offensichtlich die kurdischen YPG-Milizen gegen die Türkei unterstützen. Die Truppen könnten den Kurden in Afrin bald zu Hilfe eilen, hieß es aus syrischen Regierungskreisen.

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