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Bauernproteste : „Haben Agrarindustrie satt!“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Tausende protestieren für Agrarwende in Deutschland

Tausende Menschen haben am Sonnabend in Berlin für eine Wende in der Agrarpolitik demonstriert. Angeführt von rund 130 Traktoren forderten die Demonstranten einen tier- und umweltgerechten Umbau der Landwirtschaft. Der Bundesregierung warfen sie unter anderem vor, nichts gegen anhaltendes Bauerhofsterben und Konzentrationsprozesse in der Agrarindustrie zu unternehmen. Auch die Massentierhaltung und schlechte Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie wurden kritisiert.

Zu der Demonstration hatte ein Bündnis aus rund 100 Organisationen aufgerufen. Laut Veranstalter beteiligten sich 18 000 Menschen an dem Demonstrationszug.

Die Demonstration, die parallel zur Grünen Woche stattfand, stand unter dem Motto „Wir haben Agrarindustrie satt!“. Bereits am Morgen hatten sich einige hundert Demonstranten, darunter viele Landwirte, zu einer Gegenkundgebung unter dem Motto „Dialog statt Protest – Wir machen Euch satt!“ versammelt.

Der Sprecher des „Wir haben es satt!“-Bündnisses, Jochen Fritz, sprach sich zum Auftakt für ein Ende der Subventionen für die Agrarindustrie aus. „Stattdessen brauchen wir Anreize für Bauern, die Tiere besonders artgerecht halten und umweltschonend wirtschaften“, sagte Fritz.

Hubert Weiger, Vorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz, warf der Agrarpolitik vor, verantwortlich für Höfesterben, Umweltschäden und Artenschwund zu sein. „Eine Agrarwende, die Bauern wieder eine Zukunft gibt, ist längst überfällig.“

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