zur Navigation springen

Fake-News im Wahlkampf : Gut und gerne falsch!

vom
Aus der Onlineredaktion

AfD fällt auf gefälschtes Plakat rein.

von
erstellt am 31.Aug.2017 | 08:00 Uhr

Ertappt! Ausgerechnet die CDU verwendet einen alten Slogan der SED auf ihren Wahlplakaten. Das legt zumindest ein vorgestern Abend im Internet verbreitetes Bild nahe, das am Mittwoch vielfach in den sozialen Netzwerken mit Häme geteilt wurde , u.a. auch durch die Alternative für Deutschland (AfD).

Ist doch einleuchtend, die ehemalige FDJlerin Angela Kasner hat sie ja noch alle drauf, die Kampfsprüche der SED. Die hat ja sogar an der Karl-Marx-Universität in Leipzig studiert, die Merkel. Genau wie fast alle Journalisten im Osten, wie Wirtschaftswissenschaftler, Mediziner, Theologen und, und, und... Die haben solche Parteitagssprüche immer noch im Blut: „Für ein Land, in dem wir gut und gerne leben.“ Vorwärts zum XI. Parteitag der SED. Der AfD-Bezirksverband Hamburg Nord verbreitete das angebliche Beweisbild der CDU-SED-Analogie sogar fix über seinen Twitter-Account.

Fälschung
Fälschung
 
Original
Original
 

„Für ein Land, in dem wir gut und gerne leben“? Ein SED-Plakat zum elften Parteitag der DDR-Staatspartei? Die Beweisführer, die wie so oft im Internet nicht auszumachen sind, waren politisch schlecht geschult. Wahrscheinlich nicht in der DDR sozialisiert, sondern nur in Fake-News. Denn sonst wüssten sie, dass ein Parteitags  plakat ohne das Wort „Sozialismus“ oder auch noch viel besser „Kommunismus“ keine Chance am Straßenrand gehabt hätte. Gerne auch in Verbindung mit noch etwas noch Schönerem als nur Sozialismus: „Für Sozialismus und Frieden“ zum Beispiel.

Oder eben: „ Alle Kraft zur Stärkung unseres sozialistischen Vaterlandes der Deutschen Demokratischen Republik“. So wie es am 1. Juli 1981 in irgendeiner realsozialistischen Neubausiedlung fotografiert wurde. Kopiert. Und der CDU-Merkel in den Wahlkampf drapiert. Schön. Oder nur schön dumm, darauf hereingefallen zu sein.  

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen