Glaeseker: Wulff war stets im Bilde

svz.de von
10. Dezember 2013, 00:34 Uhr

Ausgerechnet am weltweiten Anti-Korruptions-Tag steht nach Ex-Bundespräsident Christian Wulff nun auch dessen einstiger Vertrauter Olaf Glaeseker vor Gericht. Der 52-Jährige muss sich seit gestern im Landgericht Hannover gegen den Vorwurf der Bestechlichkeit zur Wehr setzen. Glaeseker wird vorgeworfen, dass er sich als niedersächsischer Regierungssprecher von Partymanager Manfred Schmidt zu Gratis-Flügen und Urlauben einladen ließ – Streitwert knapp 12 000 Euro. Im Gegenzug soll Glaeseker sich für Schmidt um Sponsorengelder zur Finanzierung für dessen Nord-Süd-Dialog-Partys in Stuttgart und Hannover ins Zeug gelegt haben – stolze 650 000 Euro seien so zusammengekommen.

Auch wenn es keinen direkten Auftrag für das umstrittene Sammeln von Sponsorengeldern gegeben habe, sei Wulff doch stets im Bilde gewesen, betonte Glaeseker. „Ich habe mich im Sinne meines Dienstherrn engagiert“, sagte der 52-Jährige, der alle Vorwürfe gegen ihn weit von sich wies. Und auch Manfred Schmidt erklärte in seiner schriftlichen Einlassung: „Es ist undenkbar, dass Wulff nichts davon gewusst hat.“ Damit widersprechen beide dessen Zeugenaussage.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen