Gipfel ohne Höhepunkt

svz.de von
21. Dezember 2013, 00:34 Uhr

Genau das hatte die Bundeskanzlerin befürchtet: Die Krise geht, die Unlust auf große europäische Vertragsveränderungen wächst. Lust auf politisch schwierige und vor allem unpopuläre Reformen hat derzeit kaum einer der Staats- und Regierungschefs. Wohl auch deshalb, weil man befürchtet, den rechten und EU-kritischen Gruppierungen bei der Europawahl weitere Wähler in die Arme zu treiben.

Dabei lohnt ein genauerer Blick auf das, was da eigentlich auf dem Tisch liegt. Das ist nämlich keineswegs ein Grundlagenvertrag für die Errichtung der Vereinigten Staaten von Europa, sondern ein ökonomisch durchaus vernünftiger Ansatz, um die Faktoren, die die Wettbewerbsfähigkeit beeinflussen, zu harmonisieren.

Doch nun sollen die Architekten der künftigen Wirtschaftsunion erst noch einmal ran und bis Oktober 2014 ihren Bauplan überarbeiten. Dann gibt es einen neuen Ratspräsidenten, einen frischen Kommissionschef und ein neu gewähltes Parlament. Und viel Hoffnung, dass dann mehr Begeisterung für die Vision einer Währungsunion aufkommt, die endlich auch wirtschaftlich zusammenwächst.

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