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Politik : Gabriels Frust, Ramelows Hoffnungen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Am Tag danach herrscht erst Enttäuschung, dann wieder Entschlossenheit bei SPD, Grünen und Linkspartei. Die Spitzenkandidaten aus Thüringen und Brandenburg präsentieren sich gestern auf der Berliner Bühne. Ein Überblick über Stimmung und Ausgangslage.
Die Sozialdemokraten: Sigmar Gabriel schiebt Frust. Der SPD-Erfolg in Brandenburg wird völlig überschattet vom Kampf um die Macht in Erfurt. Ohne die SPD geht dort nichts, versuchen die Parteigranden die Niederlage in Thüringen nachträglich fast noch zum Sieg umzudeuten. Dennoch: Die Verantwortung für das Wahlergebnis trage der Landesverband, so SPD-Chef Gabriel.

Keine Experimente in Erfurt oder vielleicht doch Risiko wagen? „Es wird von uns überhaupt keine Einflussnahme geben“, hielt sich der Parteichef gestern schon wieder bedeckter. Doch Gabriel weiß genau: Wenn Rot-Rot-Grün in Erfurt doch noch zusammenfindet, würde das die Stimmung in der Großen Koalition nicht gerade heben.
Die Linke: Das schlechte Ergebnis in Potsdam hakt die Linkspartei ab und rückt Bodo Ramelow ins Rampenlicht. Dieser setzt weiter darauf, dass Rot-Rot-Grün in Thüringen zustande kommt. Das Bündnis hätte nur eine Stimme Mehrheit im Landtag von Erfurt. Auch die Parteispitze in Berlin legt sich ins Zeug. „Wir können nur dringend raten, den Sprung zu wagen“, lockt Linken-Chef Bernd Riexinger.
Die Grünen: Nach ihrem mäßigen Abschneiden in Thüringen und Brandenburg backen die Grünen erst einmal kleine Brötchen. In Potsdam werden sie bei der Regierungsbildung keine Rolle spielen, in Erfurt womöglich schon. Die Option einer Regierung mit Linkspartei und SPD in Erfurt werde „sehr genau in Augenschein“ genommen, so Parteichefin Simone Peter.



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