Totalabzug der Isaf-Truppen : Dramatische Prognose

Daumenschrauben für afghanischen Präsidenten

svz.de von
30. Dezember 2013, 00:33 Uhr

Die jetzt veröffentlichte Prognose der US-Geheimdienste klingt dramatisch – auch mit Blick auf das bisher von den Deutschen geleistete Engagement: Sollte es einen Totalabzug der Isaf-Truppen 2014 geben, droht eine radikale Verschlechterung der Sicherheitslage. Man kann zum einen davon ausgehen, dass diese jetzt von US-Regierungsmitgliedern lancierte Einschätzung Teil der Bemühungen ist, in letzter Minute den Druck auf Afghanistans Präsidenten Karsai zu erhöhen, damit dieser das ausgehandelte Sicherheitsabkommen unterzeichnet. Zum anderen gibt es Hinweise darauf, dass die Lage selbst beim Verbleib eines Truppen-Restkontingents nicht stabil bleiben dürfte. Die Motivation der einheimischen Sicherheitskräfte wird als schlecht bezeichnet. Der Westen tut deshalb gut daran, beim scheidenden Präsidenten weiter die Daumenschrauben anzuziehen. Und am besten geht dies über die Milliarden-Hilfszahlungen, von denen auch der Karsai-Clan profitiert.

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