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EU-Wahl 2014 : Diese Politiker gehen ins Rennen zur Europa-Wahl

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nicht jeder Spitzenpolitiker aus MV tritt auch für dei Europawahl an

Nur noch vier Tage bis zur achten Wahl des Europäischen Parlaments (EP), der einzigen direkt gewählten supranationalen Institution auf der Welt. 751 Abgeordnete werden gewählt, davon 96 Frauen und Männer aus Deutschland. Doch wer geht für MV ins Rennen?

In der laufenden Mandatsperiode vertritt der Abgeordnete Werner Kuhn (CDU) Mecklenburg-Vorpommern im EP. Die Wiederwahl des 59-jährigen gelernten Diplom-Ingenieurs aus dem Landkreis Vorpommern-Rügen gilt als sicher, da die CDU über Landeslisten wählt und Kuhn diese Liste anführt. Die anderen Parteien treten mit bundesweiten Kandidatenlisten an.

Eine weitere Kandidatin ist Cécile Bonnet von der Nordost-FDP. Die gebürtige Französin wohnt in Schwerin, steht auf Platz acht der Bundesliste, hat aber angesichts schwacher Umfragewerte wenig Chancen im Europwahl-Kampf. Bessere Aussichten hat da schon Arne Gericke aus Tessin. Der 49-Jährige führt die Kandidatenliste der Familien-Partei Deutschlands an.

Die weiteren Kandidaten aus MV haben eher schlechtere Perspektiven für das EP. Nur auf Platz 26 der SPD-Bundesliste steht Iris Hoffmann. Die frühere Bundestagsabgeordnete und Landesschatzmeisterin wurde jedoch von der SPD MV zur Spitzenkandidatin zur Europwahl nominiert.

Ida Schillen aus Rostock geht für die Linke ins Rennen. Auf deren Bundesliste wird sie auf Platz 18 geführt.

Linke und Bündnisgrüne in Mecklenburg-Vorpommern verzichteten auf die Nominierung eigener Spitzenkandidaten. Für die Linken soll insbesondere Helmut Scholz die Landesinteressen vertreten. Er befindet sich auf Platz 4 der Bundesliste. Die Bündnisgrünen unterstützen Reihnhard Bütikofer (Platz 4) und Ralf-Peter Hässelbarth aus Burg Stargard (Platz 18).

Einziger AfD-Kandidat aus MV ist Thomas de JesusFernandes. Er steht auf Platz 26.


Spitzenkandidaten zur Europawahl


Gute Aussichten auf einen Platz im Europaparlament hat Martin Schulz . Der 58-Jährige führt nicht nur die Liste der deutschen Sozialdemokraten, sondern auch der europäischen Sozialisten an. Weltweit bekannt wurde Schulz, als der damalige Ratspräsident Silvio Berlusconi dem Deutschen während einer Parlamentsdebatte empfahl, die Rolle eines Aufsehers in einem KZ-Film zu übernehmen.

Markus Ferber aus dem Landkreis Augsburg wurde von der CSU zum zweiten Mal als Spitzenkandidat aufgestellt. Nummer 1 der CDU ist David McAllister. Alexander Graf Lambsdorff führt die deutsche FDP als Nummer Eins in den Wahlkampf. Spitzenkandidatin der Bündnis 90/Die Grünen ist Rebecca Harms. Die Berlinerin Gabi Zimmer geht für die Linken ins Rennen.

Nicht zur Wahl steht übrigens Angela Merkel. Auch wenn die vielen Europa-Wahlplakate der CDU etwas anderes suggerieren. Da sich die Bundeskanzlerin großer Beliebtheit erfreut, setzte ihre Partei auch dieses Mal auf ihr Gesicht.

 

Ein Schweinchen für die EU-Wahl

 

Insgesamt stehen für die Europawahl mehr als 1000 Kandidaten auf der Bewerberliste des Bundeswahlleiters. Dazu sieben Personen und Fakten von interessant bis kurios:

• Auch wer Anne Helm nicht kennt, hat vielleicht schon ihre Stim-

me gehört: Die Synchronsprecherin tritt für die Piraten an und

sprach 1995 das Ferkel in „Ein Schweinchen namens Babe“.

• Den Jüngsten und die Älteste trennen 71 Jahre: Der 18-jährige

Alexander Hill aus der Lausitz kandidiert für Die Partei, Christa

Meves aus Niedersachsen ist 89 und tritt für die Partei AUF an.

• Die Union stellt mit 206 Bewerbern gut doppelt so viele Kandi-

daten, wie Deutschland Parlamentssitze erhalten wird.

• Die Partei Bibeltreuer Christen tritt mit nur fünf Leuten an.

• Nur die CSU schickt mehr Frauen als Männer ins Rennen.

• Die FDP hat zwar mit 74,5 Prozent einen deutlichen

Männerüberschuss - dafür sind sechs der ersten zehn Bewerber

weiblich.

• Durchschnittlich 66,3 Jahre alt sind die Mitglieder der Partei

Volksabstimmung.

• Durchschnitt aller Parteien: 48,3 Jahre.

• Dustin Hoffmann kandidiert für Die Partei. Von seinem Namens-

vetter aus Hollywood trennt ihn ein „n“ - von einem Platz im Par-

lament viel mehr: Mit Listenrang 23 hat er wenig Chancen.

Lesen Sie morgen: Was die eu kostet und wie viel sie bewirkt

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