Die Rechnung kommt

svz.de von
06. Dezember 2013, 00:36 Uhr

Die schwarz-roten künftigen Koalitionspartner wollen das Füllhorn über vielen jetzigen und zukünftigen Rentnern ausschütten. Doch kostenlos ist das nicht. Die Deutsche Renteversicherung Bund schlägt völlig zu Recht Alarm und warnt vor den finanziellen Folgen. Die hohen Rücklagen der Rentenversicherung dürften im Eiltempo dahinschmelzen, wenn die schwarz-roten Rentenpläne umgesetzt werden. Insbesondere die Finanzierung der verbesserten Mütterente ist eine echte Hypothek für die nächsten Jahre.

Die Große Koalition macht es sich zu einfach, wenn sie die Maßnahmen für durchfinanziert erklärt. Mütterrente, abschlagsfreie Rente für Geringverdiener, Verbesserungen bei den Erwerbsunfähigkeitsrenten und Aufstockung der Geringverdienerrenten werden auf lange Zeit zusätzliche Kosten verursachen. Gerade in der Rentenpolitik ist der weite Blick gefragt, die Vorsorge über Jahrzehnte und nicht das Fahren auf Sicht. Ohne eine Steuerfinanzierung etwa der Mütterrente ab dem Jahr 2018 geraten die langfristigen Beitragssatzziele in Gefahr. Die jedoch wurden gesetzt, um zu verhindern, dass wenige Junge mit der Beitragslast für die Rente vieler Älterer überfordert werden. CDU, CSU und SPD wollen vorerst die Geschenke verteilen, die ganze Rechnung erst später präsentieren. Der geplante Verzicht auf die Rentenbeitragssenkung zum 1. Januar ist nur der erste Vorgeschmack.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen