Terrorgefahr in Deutschland : „Die Lage ist sehr ernst“

Jörg Radek, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei
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Jörg Radek, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei

Mit Jörg Radek, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), sprach  Andreas Herholz  über die Sicherheitslage in Deutschland.

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16. November 2015, 19:51 Uhr

Müssen wir auch in Deutschland mit Terroranschlägen rechnen?
Radek: Wir haben als Gewerkschaft der Polizei bereits seit längerer Zeit auf die veränderte Gefahrenlage und die Tatsache hingewiesen, dass auch Deutschland ein Terrorziel sein kann.  Die Lage ist sehr ernst.

Wie groß ist die Gefahr, dass sich Terrorkämpfer als Flüchtlinge ausgeben und so einreisen?
Wir sollten jetzt ganz deutlich trennen: Auf der einen Seite steht der Terror von Paris, auf der anderen gibt es das Flüchtlingsthema. Es ist noch nicht abschließend belegt, dass IS-Krieger im Zuge des Flüchtlingsstroms nach Europa kommen. Politiker sollten sich davor hüten, die große Masse von Flüchtlingen zu kriminalisieren.

Auf den Straßen wird mehr Polizei eingesetzt. Was muss darüber hinaus geschehen?
Mit der erhöhten Polizeipräsenz zeigen wir, dass wir eine wehrhafte Demokratie sind. Die Polizei muss besser ausgestattet werden. Wir müssen Polizisten besser schützen. Es mangelt an der richtigen Ausrüstung.  Die Polizei braucht dringend Langwaffen. Auch brauchen wir Schutzwesten.

Brauchen wir eine Verschärfung der Sicherheitsgesetze?
Es gibt keinen weiteren gesetzlichen Handlungsbedarf. Wir verfügen über die notwendigen rechtsstaatlichen Mittel.

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