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„Die Kirche muss etwas zu Sex sagen“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nach Ansicht der Paartherapeutin Ann-Marlene Henning darf die Kirche zum Thema Sexualität nicht schweigen. „Die Kirche muss etwas dazu sagen“, sagte Henning, die die ZDF-Aufklärungssendung „Make love“ moderiert, der Onlineausgabe des evangelischen Magazins „chrismon“. Die Menschen erwarteten hier Orientierung von der Kirche. Im vergangenen Jahr hatte die Evangelische Kirche in Deutschland die Arbeit an einem Papier zur Sexualethik gestoppt.

Henning warnte dabei jedoch vor einer zu strengen Moral der Kirche. „Wenn die Haltung der Kirche zu streng ist und der Mensch deswegen nur eine doppelte Moral entwickelt, muss sie lockerer werden“, sagte die dänische Psychologin. Sie sei aus der evangelischen Kirche ausgetreten, weil sie ihr „zu freudlos, zu ruhig, zu ernst ist“. Henning betonte: „Ich glaube nicht, dass Gott so ist.“

Die Psychologin, die in Hamburg eine Praxis hat, erwartet von der Kirche klare, verständliche Worte: „Wenn die Kirche etwas sagt, sind das immer Riesenworte: Verlässlichkeit, Leiblichkeit, Verantwortung“, kritisiert sie. „Die jungen Leute wollen doch nur wissen: Darf ich fremdgehen? Darf ich Pornos gucken?“ Die dritte Staffel der Serie „Make Love“ startete gestern Abend im ZDF.

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