Flüchtlinge in Deutschland : Der „Turnhallen-Notstand“

 

 

Flüchtlingskrise erreicht Schulen: Zunehmend fällt Sportunterricht aus, weil Turnhallen anderweitig gebraucht werden.

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03. November 2015, 21:00 Uhr

Die Kommunen und der Deutsche Lehrerverband warnen angesichts der Flüchtlingskrise vor einem weiter stark zunehmenden Ausfall von Sportunterricht. „Es ist in den kommenden Wochen und Monaten damit zu rechnen, dass für zehntausende Schüler der Sportunterricht ausfällt oder gekürzt wird, weil Turnhallen mit Flüchtlingen belegt sind“, erklärte der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Josef Kraus, im Gespräch mit unserer Berliner Redaktion.


Kraus rechnet damit, dass bald 10 bis 20 Prozent der Hallen zur Unterbringung von Flüchtlingen verwendet werden. Auch der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, forderte ein schnelles Handeln des Bundes: „Es geht jetzt darum, ordentliche und winterfeste Unterkünfte zu bauen“, sagte Landsberg. Jedoch würden die 670 Euro, die der Bund ab 2016 monatlich pro Flüchtling zahlt, für den zusätzlich benötigten Wohnungsbau nicht reichen. Der Flüchtlingsandrang müsse dringend begrenzt werden, um die Kommunen zu entlasten. „Die Regierung sollte sich schnell auf große Erstauf-nahmeeinrichtungen an den Außengrenzen Deutschlands verständigen“, so Landsberg.

Alles rund um die aktuelle Flüchtlingsdebatte lesen Sie in unserem Dossier.

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