Sieben Tote und 48 Verletzte in London : Der Terror ist zurückgekehrt

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Drei Männer richten Blutbad in der Londoner City an. IS reklamiert Anschlag für sich

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05. Juni 2017, 21:00 Uhr

Mit einer Schweigeminute um 11 Uhr Ortszeit antworteten die Briten gestern auf die jüngste Terrorattacke, die ihr Land heimgesucht hatte. Drei Männer rasten vergangenen Sonnabend in einem weißen Lieferwagen über die London Bridge, mähten Passanten nieder und setzten ihren Angriff fort, indem sie mit Messern wahllos auf ihre Opfer einstachen. Sieben Menschen rissen die Terroristen in den Tod, rund 50 weitere wurden verletzt, teilweise schwer. Die Täter kamen ebenfalls bei dem Anschlag um: Innerhalb von acht Minuten nach dem ersten Alarm konnten Spezialeinheiten die drei Männer niederschießen.

Es war der dritte Anschlag innerhalb von drei Monaten. Es war das Muster, nach dem auch die allerjüngste Attacke passierte: krude, aber praktisch nicht zu verhindern. Es ist eine Methode, die die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) über das Internet propagiert. Der IS hat auch für die Attacke auf der London Bridge die Verantwortung übernommen.

Mag die Terrorabwehr versagt haben, die Sicherheitskräfte konnten die Täter in Rekordzeit stoppen. Die Londoner Spezialeinheiten patrouillieren Tag und Nacht in Londoner Straßen, sollen idealerweise nie weniger als ein paar Minuten von einem Terrorschauplatz entfernt sein. Insgesamt acht bewaffnete Polizisten stoppten die Terroristen, die Attrappen von Selbstmordwesten trugen, mit mehr als 50 Schüssen. Auch die Identität der Täter konnte schnell identifiziert werden. Die erste von mehreren Razzien fand bereits statt, zwölf Personen wurden festgenommen.

Die Häufung der Terroranschläge in Großbritannien ist beunruhigend – zumal auch fünf weitere Anschläge vom Inlandsgeheimdienst MI5 und der polizeilichen Terrorabwehr vereitelt werden konnten. Und zur Zeit werden rund 500 geplante Terroranschläge untersucht.

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