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Nach Brandanschlag auf MOPO : Bundesregierung mahnt Bürger zur Wachsamkeit

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Brandanschlag auf Hamburger Morgenpost, IS-Terrorverdächtiger in Dinslaken verhaftet – wie gefährdet ist Deutschland?

Der Staatsschutz ermittelt wegen des Brandanschlages auf das Redaktionsgebäude der Hamburger Morgenpost. Im nordrhein-westfälischen Dinslaken wird ein mutmaßliches Mitglied der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ festgenommen. Zwei Meldungen, die einmal mehr die Frage aufwerfen, wie gefährdet Deutschland ist? Die Bundesrepublik als Terrorziel? „Wir haben auch Glück gehabt“, stellt Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) klar. Einige Anschläge hätten verhindert werden können, nicht zuletzt dank der Hinweise befreundeter ausländischer Geheimdienste. Gestern gab es offiziell noch keine Erkenntnisse darüber, ob der Anschlag auf das Hamburger Verlagshaus etwas mit dem Attentat auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ zu tun haben könnte. Die Hamburger Morgenpost hatte Karikaturen des Blattes gedruckt.

„Der Vorfall zeigt allerdings, dass wir Grund zur Sorge haben“, sagte de Maizière am Rande einer Sonderkonferenz von EU-Innenministern in Paris. Einen Terroranschlag könne niemand auf der Welt ausschließen. Derzeit gebe es aber keine konkreten Hinweise auf Anschläge.

Mehr Wachsamkeit, lautet die Parole der Bundesregierung. De Maizière forderte ausdrücklich auch die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, stärker auf verdächtige Entwicklungen in ihrer Nachbarschaft zu achten. „Wachsamkeit der Bürger, der Familien, der Nachbarn, der Sportfreunde und Mitgläubigen in Moscheengemeinden ist wichtig und richtig“, sagte er. Dennoch warnte de Maizière vor Panik. Die Sicherheitsbehörden seien „gut aufgestellt“. Jede Woche würden Menschen an der Ausreise in den Dschihad gehindert.

Als besonders gefährlich gelten in Deutschland die Rückkehrer aus dem Irak und Syrien, zu denen offenbar auch der verhaftete Mann in Dinslaken gehörte. Bundesweit ist von 260 so genannten „Gefährdern“ die Rede, die unter besonderer Beobachtung stehen. „Ich habe große Sorge vor gut vorbereiteten Tätern wie in Paris, Brüssel, Australien oder Kanada“, so de Maizière. 


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