Anfrage der Linkspartei : Bericht: 58 Prozent volljähriger Asylbewerber ohne Dokumente

Ein Schild mit der Aufschrift «Asyl» hängt in einer Landeserstaufnahme für Asylbewerber (LEA) an einer Wand.
Ein Schild mit der Aufschrift «Asyl» hängt in einer Landeserstaufnahme für Asylbewerber (LEA) an einer Wand.

Die Mehrheit der Asylbewerber kommt nach einem Medienbericht nach wie vor ohne Papiere nach Deutschland.

svz.de von
04. November 2018, 10:21 Uhr

Im ersten Halbjahr legten 58 Prozent der volljährigen Asylbewerber keine Identitätspapiere vor, wie die «Welt am Sonntag» unter Berufung auf die Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linkspartei berichtete. Dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sei bekannt, dass sich ein Teil der Bewerber «seiner Identitätspapiere bewusst» entledige, «um vermeintlich hierdurch die Chancen im Asylverfahren zu erhöhen».

Nach dieser Statistik brachten Syrer nur zu 21 Prozent und Türken zu 24 Prozent keine Papiere mit. Dafür aber kamen laut Innenministerium 88 Prozent der Afghanen, 89 Prozent der Eritreer und 95 Prozent der Algerier ohne Ausweis an. Unter Nigerianern, Somaliern, Guineern und Gambiern waren sogar 97 bis 99 Prozent ohne Identitätsdokument.

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