Sozialabgaben 2018 : Belastung für Gutverdiener steigt

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Bundesarbeitsministerium bringt Verordnung mit höheren Beitragsbemessungsgrenzen auf den Weg

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19. September 2017, 08:00 Uhr

Gutverdiener in Deutschland müssen auch im kommenden Jahr mit Mehrbelastungen durch Sozialabgaben rechnen. Wie nach Informationen unserer Berliner Redaktion aus einem Entwurf des Bundessozialministeriums hervorgeht, sollen die Beitragsbemessungsgrenzen für die Sozialversicherungen 2018 angehoben werden. Ab Jahresbeginn werden demnach auf monatlich bis zu 4425 Euro Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung fällig. Bisher liegt die Grenze bei bundeseinheitlich 4350 Euro im Monat. Die Beitragsbemessungsgrenzen in der gesetzlichen Rentenversicherung und in der Arbeitslosenversicherung sollen auf 6500 Euro (West) beziehungsweise 5800 Euro (Ost) steigen. Bisher lagen sie bei 6350 Euro in den alten sowie 5700 Euro in den neuen Bundesländern.

Für gut verdienende Arbeitnehmer bleibt daher netto weniger übrig. Unter der Annahme, dass sich die Beitragssätze zur Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung im kommenden Jahr nicht verändern, muss ein Arbeitnehmer in Westdeutschland, der Kinder hat und auf einen Bruttoverdienst von 6600 Euro kommt, nach Berechnungen unserer Berliner Redaktion monatlich knapp 24 Euro mehr zahlen.

Die Versicherungspflichtgrenze soll im kommenden Jahr auf 59400 Euro Jahreseinkommen steigen. In diesem Jahr liegt sie noch bei 57600 Euro. Wer mit seinem Einkommen über dieser Grenze liegt, kann sich bei einer privaten Krankenversicherung versichern. Die Rechengrößen werden alljährlich an die Lohnentwicklung des zurückliegenden Jahres angepasst – nach einer feststehenden Formel. Für 2016 hatte das Statistische Bundesamt ein Lohnplus von 2,33 Prozent in Westdeutschland berechnet,  für die neuen Länder einen Zuwachs von 3,11 Prozent.

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