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Obamas Umzugspläne : Backstein statt Weißes Haus

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Familie Obama hat wohl in Washington etwas Passendes gefunden.

Neun Schlafzimmer, acht Badezimmer – und eine Schwiegermutter-Suite: Barack Obama hat offenbar die ideale Bleibe für sich und seine Familie für die Zeit nach seiner Präsidentschaft im Weißen Haus gefunden. Der Backsteinbau in Washingtons gefragter Wohnlage Kalorama, Baujahr 1928, ist ein Schmuckstück. Noch gehört das Haus dem früheren Sprecher von Obamas Amtsvorgänger Clinton. Es steht für mehr als sechs Millionen Dollar zum Verkauf.

Dennoch wird der Luxus des Weißen Hauses nicht ganz erreicht. An der berühmten Adresse 1600 Pennsylvania Avenue hatte die Familie unter anderem ein Kino, einen Tennisplatz, ein Schwimmbad und – erst von Obama eigens angeordnet – ein Basketballfeld zur Verfügung.

Das neue Anwesen wollen die Obamas Medienberichten zufolge mieten. Immobilienanzeigen geben den Mietpreis mit 22 000 Dollar pro Monat an. Stimmt das, müssten die Obamas sogar ans Ersparte oder dazuverdienen, denn die Pension des Präsidenten beträgt  nicht  deutlich über 200 000 Dollar pro Jahr.

Dafür gibt es in Kalorama, wo neben dem prachtvollen Islamischen Zentrum viele Botschaften angesiedelt sind und Diplomaten auch privat wohnen, für die Obamas auf rund 760 Quadratmetern Wohnfläche künftig viel weißen Marmor und einen großen Garten. Vor allem Michelle Obama (52) hatte im Weißen Haus stets die Außenflächen geschätzt und dort unter anderem Gemüsebeete angelegt.

Platz ist auch für Michelles Mutter Marian Robinson (78), die mit der Familie gegenwärtig im Weißen Haus lebt. US-Medien mutmaßen, dass auf dem Anwesen noch eine Dienstboten-Unterkunft gebaut werden könnte. Schließlich muss Obama auch die Männer des Personenschutzes unterbringen, die ihn nach dem Ausscheiden aus dem Amt weiterhin rund um die Uhr bewachen werden.

Dass die Präsidentenfamilie nach der Amtszeit von Barack Obama zunächst in Washington weiterleben möchte, war schon länger klar. Sasha (14), die jüngste Tochter der Familie, soll ihren Schulabschluss ohne Unterbrechungen machen können. Malia (17), die ältere Tochter, legt noch ein Zwischenjahr ein, bevor sie in Harvard ihr Studium aufnehmen wird. Mit der First Family werden auch die „First Dogs“ Bo und Sunny den Zwei-Meilen-Umzug in den Westen Washingtons auf sich nehmen.

Mit der Wahl ihres neuen Anwesens bleiben sich die Obamas, eigentlich in Chicago zu Hause, weitgehend treu. Die Familie des ersten schwarzen US-Präsidenten hätte auch in die superschicken Vororte um Washington ziehen können, wo die Wohnhäuser aussehen wie eine Mischung aus Ranch und Märchenschloss. Die Obamas ziehen stattdessen in die Stadt.  

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