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Verteidigung : Auf Teilzeit in der Bundeswehr?

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

svz.de von
erstellt am 13.Jan.2014 | 00:34 Uhr

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will die Bundeswehr zum familienfreundlichen Unternehmen umbauen. „Mein Ziel ist es, die Bundeswehr zu einem der attraktivsten Arbeitgeber in Deutschland zu machen“, sagte die Politikerin. Künftig sollen Soldaten dem Willen der Ministerin nach, ganz selbstverständlich Teilzeit und Elternzeit nutzen können: „Wer etwa in der Familienphase die Option einer Drei- oder Viertagewoche nutzt, muss weiter Karriereperspektiven haben.“ Denkbar seien auch Lebensarbeitszeitkonten, auf die Überstunden eingezahlt werden und von denen Freizeiten abgehoben werden können, etwa für die Betreuung von kleinen Kindern oder alter Eltern. Als erste Maßnahme plant von der Leyen den Ausbau der Kinderbetreuung in den Kasernen. Darüber hinaus will sie auch die Versetzungen der Soldaten auf das Notwendige begrenzen.

Der designierte Vorsitzende des Bundestags-Verteidigungsausschusses, Hans-Peter Bartels (SPD), begrüßte die Ankündigungen und sprach von einem „überfälligen Schritt“. Der Leidensdruck bei vielen Soldatinnen und Soldaten sei sehr hoch, weshalb die Ministerin mit dem Vorstoß offene Türen einrenne, sagte Bartels. Allerdings koste eine solche Reform auch Geld. SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold forderte von der Leyen dazu auf, „über das Denken in Überschriften hinaus zu gehen und auf die Fehlentwicklungen der vom Vorgänger Thomas de Maizière eingeleiteten großen Bundeswehrreform in Teilen zu korrigieren“.

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