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Bildungslandschaft MV Auch viele Schulen nach Ferien erholt

Von Frank Pfaff | 24.08.2015, 06:00 Uhr

In nicht allen Schulen des Landes herrschte über die Sommerferien Ruhe. In vielen Schulgebäuden ging es sogar lauter zu als im täglichen Schulbetrieb. Denn es wurde gebaut.

Wenn Schüler und Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern nächste Woche gut erholt zum ersten Schultag antreten, dann finden sie teilweise auch ihre Schulen gut erholt vor – oder besser: überholt. Vielerorts wurde die Ferienzeit für Reparaturen an Fassaden oder Renovierung von Klassenräumen genutzt. Fußböden wurden erneuert, Fenster ausgetauscht.

Für grundlegende Sanierungen reichte die Zeit von sechs Wochen in aller Regel nicht, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur in Kreisen und Städten des Landes ergab. Allerdings laufen größere Umbauarbeiten wie am Schweriner Goethe- Gymnasium, an der Greifswalder Kollwitz-Schule oder an der Regionalschule Am Grünen Berg in Bergen auf Rügen auch über mehrere Jahre. Für landesweit 15 solcher Mammutprojekte stehen laut Schweriner Bauministerium rund 39 Millionen Euro aus der Städtebauförderung bereit. Das ergibt Gesamtinvestitionen von etwa 64 Millionen Euro.

Die Summen, die in den Sommermonaten für Reparaturen eingesetzt werden konnten, nehmen sich weit bescheidener aus und werden auch von Kommunalpolitikern als unzureichend eingeschätzt. Während die Hansestadt Rostock nach diesen Maßstäben mit rund vier Millionen Euro schon eher „klotzte“, sieht es im Landkreis Rostock mau aus: Dort blieben die Schulen, die sich in Trägerschaft des Kreises befinden, im Sommer auch für Bauarbeiter und Maler verschlossen. Zwar stehen nach Angaben eines Sprechers mit 1,1 Millionen Euro in diesem Jahr 16 Prozent mehr zur Verfügung als 2013, doch sei der Kreishaushalt erst im Juni bestätigt worden, sodass keine Aufträge mehr für den Sommer hätten vergeben werden können.

Im Rostocker Umland soll nun aber in den Herbstferien verstärkt gewerkelt werden, unter anderem in Sanitz und Güstrow.