Insgesamt Plus um 15 Prozent : Zunahme der Einbürgerungen 2019: Weniger Türken, mehr Briten

Den britischen Pass gegen einen deutschen tauschten 2019 tausende Briten.
Den britischen Pass gegen einen deutschen tauschten 2019 tausende Briten.

Deutschland begrüßte im vergangenen Jahr 15 Prozent mehr Neubürger. Fast die Hälfte ist auf den Brexit zurückzuführen.

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03. Juni 2020, 09:26 Uhr

Berlin | Die Zahl der Einbürgerungen in Deutschland ist 2019 um 15 Prozent gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte, erhielten rund 128.900 Ausländer im vergangenen Jahr die deutsche Staatsbürgerschaft – ein Anstieg um 16.600 verglichen mit 2018. Damit erreichte die Zahl der Einbürgerungen den höchsten Stand seit 2003.

Fast die Hälfte des Anstiegs ist demnach auf vermehrte Einbürgerungen von Briten zurückzuführen. 2019 wurden mehr Briten eingebürgert als in den beiden Vorjahren zusammen. Insgesamt erhielten seit dem Brexit-Referendum im Jahr 2016 31.600 Briten die deutsche Staatsangehörigkeit.

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Hälfte aller Eingebürgerten jünger als 34 Jahre, Hälfte älter

Britische Staatsangehörige, die 2019 eingebürgert wurden, hielten sich meistens bereits relativ lange in Deutschland auf – die Hälfte davon schon seit mehr als 26 Jahren. Sie waren außerdem vergleichsweise alt: Die Hälfte der eingebürgerten Briten war älter als 54 Jahre. Das Medianalter aller im Jahr 2019 Eingebürgerten lag bei 34 Jahren.

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dpa

Neubürger aus 183 Staaten

Im vergangenen Jahr ließen sich Menschen aus 183 Staaten in Deutschland einbürgern. Einbürgerungen von türkischen Staatsbürgern blieben, trotz rückläufigem Trend, mit 16.200 auch weiterhin am häufigsten. Dahinter folgten Staatsbürger aus Großbritannien (14.600), Polen (6000), Rumänien (5800) und dem Irak (4600). Nur 1,2 Prozent der Türken, die potenziell für eine Einbürgerung infrage kamen, haben die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. Insgesamt kam jeder dritte Eingebürgerte aus einem EU-Mitgliedstaat.

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