Nordkoreas Machthaber in Russland : Worum es beim Gipfel zwischen Kim Jong Un und Wladimir Putin geht

Kim Jong Un (Mitte), Machthaber von Nordkorea, bei seiner Ankunft am Bahnhof der russischen Grenzstadt Chassan.
Kim Jong Un (Mitte), Machthaber von Nordkorea, bei seiner Ankunft am Bahnhof der russischen Grenzstadt Chassan.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ist zu seinem ersten Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin in Russland eingetroffen.

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24. April 2019, 11:28 Uhr

Pjöngjang/Wladiwostok | Das Treffen zwischen Putin und Kim ist für Donnerstag in Wladiwostok geplant. Über den Zeitpunkt des Treffens war lange spekuliert worden. Der Kreml hielt sich bis zuletzt bedeckt, wann und wo sich beide Politiker begegnen werden. Russischen Medienberichten zufolge wird Kim am späten Mittwochabend Wladiwostok erreichen und dort bis Freitag bleiben – es wäre das erste Treffen zwischen Putin mit Kim. Zuletzt war es im Jahr 2011 zu einem Gipfel zwischen den Staatsoberhäuptern Russlands und Nordkoreas gekommen.

Grafik: dpa
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Worum geht es bei dem Treffen?

Russland hatte Kim bereits im Mai vergangenen Jahres eingeladen. Bei dem Treffen soll es Kreml-Angaben zufolge unter anderem um das umstrittene Atomwaffenprogramm Nordkoreas gehen. Es solle eine politische und diplomatische Lösung für das Problem gesucht werden, sagte der russische Präsidentenberater Juri Uschakow der Agentur Tass zufolge. Das Ziel sei eine friedliche Lösung. Moskau setzt sich für eine Lockerung der Sanktionen im Gegenzug für ein Entgegenkommen Pjöngjangs beim Atomprogramm ein.

Welche Rolle spielen die USA?

US-Präsident Donald Trump und Kim hatten sich vor rund zwei Monaten zu einem Gipfel getroffen. Diese Begegnung war vorzeitig abgebrochen worden. Beide konnten sich nicht auf zentrale Fragen der atomaren Abrüstung Nordkoreas einigen. Die Nordkoreaner wollen außerdem nicht mehr mit US-Außenminister Mike Pompeo über ihr umstrittenes Atomprogramm verhandeln. Die Führung in Pjöngjang hatte in der vergangenen Woche ihrem Unmut Luft gemacht – unter anderem wegen der unnachgiebigen Position der US-Regierung bei den gegen Nordkorea verhängten Sanktionen.

Am Bahnhof von Wladiwostok ist man schon auf das Treffen eingestimmt.
dpa/-/kyodo
Am Bahnhof von Wladiwostok ist man schon auf das Treffen eingestimmt.

Übernimmt Putin nun die Verhandlungen für Trump?

Nein, Trump hatte erst kürzlich einen weiteren Gipfel für möglich erklärt. Putin hat jedoch schon eine Plan für die Zeit nach dem Gipfel: Er wird zum "Seidenstraßen"-Gipfel nach Peking reisen, wo er mit der chinesischen Führung auch über Nordkorea sprechen dürfte.

Arbeiten die USA und Russland noch zusammen?

Ja, bereits vor einer Woche hatte der für Nordkorea zuständige US-Sondergesandte Stephen Biegun Moskau besucht. Beide Seiten hätten ihr Ziel einer vollständigen und kontrollierbaren Denuklearisierung Nordkoreas bekräftigt, teilte die US-Botschaft danach mit.

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