Fünfte Amtszeit in Russland? : Putin äußert sich zu Spekulationen um seine politische Zukunft

Wladimir Putin ist Präsident eines politischen Systems, dass als 'Gelenkte Demokratie' bezeichnet werden kann.
Wladimir Putin ist Präsident eines politischen Systems, dass als "Gelenkte Demokratie" bezeichnet werden kann.

Wird er das Gesetz ändern, um weiter russischer Präsident sein zu können? Das Amt sei seine "Bestimmung", so Putin.

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06. März 2020, 19:49 Uhr

Moskau | Angesichts anhaltender Spekulationen um seine Zukunft hat Russlands Präsident Wladimir Putin versichert, dass er nicht das Recht beugen wolle, um an der Macht zu bleiben. "Es ist nicht so, dass ich nicht gern (an der Macht) bleiben würde", sagte Putin am Freitag bei einem Treffen mit Bürgern in Iwanowo rund 300 Kilometer vor Moskau. "Ich liebe meinen Job." Er würde aber niemals "zu einer Art von Machtintrige greifen, um mein Mandat zu behalten".

Präsidentenamt sei für ihn mehr "Bestimmung" als Job

Sein Amt sei übrigens für ihn nicht nur ein Job, führte Putin weiter aus. Er empfinde es als seine "Bestimmung". Putin ist in Russland seit zwei Jahrzehnten in unterschiedlichen Positionen an der Macht, im Jahr 2024 muss er nach seiner insgesamt vierten Amtszeit als Präsident laut Verfassung zurücktreten.

Ob er dies wirklich macht, darüber wird spekuliert, seit der 67-Jährige im Januar tiefgreifende Verfassungsänderungen angekündigt hat. Kritiker werfen dem Präsidenten vor, er wolle damit seinen Einfluss auf die russische Politik auf Jahre hinaus festschreiben. Dies wird von Putin zurückgewiesen. Auch in Iwanowo betonte er wieder, er wolle die Mandats-Beschränkungen für das Amt des Staatschefs nicht aushebeln.

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