Wegen Atomwaffen : "Letztmöglicher Ausweg": Israel sieht Bombardierung des Irans als Option

Israels Außenminister Israel Katz (Mitte) auf einer Konferenz in Rom.
Israels Außenminister Israel Katz (Mitte) auf einer Konferenz in Rom.

Israels Außenminister Katz kritisiert die Europäer, weil die den harten US-Kurs gegen den Iran nicht mittragen.

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07. Dezember 2019, 12:52 Uhr

Rom | Israel sieht eine Bombardierung seines Erzfeindes Iran als eine Möglichkeit an, um die Islamische Republik von Atomwaffen fernzuhalten. "Ja, das ist eine Option", sagte Außenminister Israel Katz während eines Besuches in Italien der Zeitung "Corriere della Sera" (Samstag). "Wir werden dem Iran nicht erlauben, Atomwaffen zu produzieren oder zu erhalten", antwortete er auf die Frage, ob eine Bombardierung des Irans eine Option sei, die Israel in Betracht ziehe. Allerdings käme ein militärisches Vorgehen erst dann in Frage, wenn alle anderen Wege ausgeschöpft seien. "Wenn es der letzte mögliche Weg wäre, um dies zu verhindern, würden wir militärisch vorgehen".

Israels Außenminister kritisiert Europäer

Zugleich kritisierte Katz die Europäer dafür, den harten Kurs von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran nicht mitzutragen. Die USA waren im vergangenen Jahr aus dem 2015 geschlossenen Atomdeal zwischen dem Iran und den fünf UN-Vetomächten - China, Frankreich, Großbritannien, Russland und USA - sowie Deutschland ausgestiegen. Das Wiener Atomabkommen soll verhindern, dass die Islamische Republik Nuklearwaffen entwickeln kann.

Katz hielt sich wegen der Mittelmeerkonferenz MED 2019 in Rom auf. In seiner Rede hatte er am Freitag unter anderem gesagt, es sei für die westlichen und die arabischen Ländern "höchste Zeit", eine Koalition zu bilden, die den Iran bedrohe und ihm sage, sein Atomprogramm zu stoppen.

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