Gegen den Pflegekräftemangel : Vorstoß von Gesundheitsminister Spahn: Pfleger sollen mehr arbeiten

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bemängelt die Organisation der Arbeit in der Pflege. Foto: imago/snapshot
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bemängelt die Organisation der Arbeit in der Pflege. Foto: imago/snapshot

Um den Pflegekräftemangel abzufedern, hat der Gesundheitsminister eine Idee: Pfleger sollen mehr und länger arbeiten.

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20. September 2018, 12:14 Uhr

Berlin | Bundesgesundheitsminister Jens Spahn dringt im Kampf gegen die Personalnot in der Pflege auf bessere Arbeitsbedingungen. "Derzeit ist die Pflege der am wenigsten planbare Beruf, den es gibt", sagte der CDU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen" (Donnerstag). Viele Beschäftigte in Heimen und ambulanten Diensten hätten vor diesem Hintergrund ihre Stundenzahl reduziert. "Wenn von einer Million Pflegekräften 100.000 nur drei, vier Stunden mehr pro Woche arbeiten würden, wäre schon viel gewonnen." Dabei sei vieles eine Frage der Organisation, erläuterte Spahn: "Faire Schichtpläne, verlässliche Arbeitszeiten, auch mal drei, vier freie Tage am Stück."

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Die Bundesregierung hat mehrere Vorhaben auf den Weg gebracht, um angesichts von mehr als 20.000 unbesetzten Stellen allein in der Altenpflege mehr Pflegekräfte zu gewinnen. Dazu gehört auch das Ziel, bessere Bedingungen über mehr Tarifverträge durchzusetzen. "Die Krankenhäuser bezahlen flächendeckend nach Tarif, da haben wir dieses Problem weniger", sagte Spahn. In der Altenpflege seien Unterschiede zwischen einzelnen Trägern größer. "Das liegt auch daran, dass die Pflegekräfte nicht so gut organisiert sind wie beispielsweise die Ärzte, die teilweise drastische Maßnahmen ergreifen, um ihre Forderungen durchzusetzen", sagte der Minister.

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