Machtkampf in Venezuela : Heiko Maas stärkt Maduros Widersacher

Außenminister Heiko Maas in New York.
Außenminister Heiko Maas in New York.

Guaidó ist die treibende Kraft des Widerstands gegen den Staatschef in Venezuela. Rückendeckung kommt aus Deutschland.

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24. Januar 2019, 21:58 Uhr

New York | Im eskalierenden Machtkampf in Venezuela hat sich Bundesaußenminister Heiko Maas klar auf die Seite des selbsternannten Gegenpräsidenten Juan Guaidó gestellt. "Wir sind nicht neutral in dieser Frage, sondern wir unterstützen das, was Guaidó dort tut", sagte der SPD-Politiker am Donnerstag der Deutschen Welle während eines Besuchs bei den Vereinten Nationen in New York.

Verstöße gegen das Wahlrecht

Grund sei, dass Deutschland große Probleme habe, die Wahl von Nicolás Maduro zum Präsidenten anzuerkennen. "Es ist offensichtlich gewesen, dass es so viele Verstöße gegen das Wahlrecht gegeben hat, dass man nur bedingt von einer demokratischen Wahl sprechen kann." Deshalb setze sich die Bundesregierung für eine Neuwahl ein.

Am Mittwoch hatte sich Parlamentschef Guaidó zum Übergangspräsidenten des südamerikanischen Landes erklärt und Staatschef Maduro damit offen herausgefordert. Weil seine Wiederwahl im vergangenen Jahr nicht den demokratischen Regeln entsprach, erkennen viele Staaten, internationale Organisationen und die Opposition Maduro nicht mehr als rechtmäßigen Präsidenten an. Es gibt nun Befürchtungen, dass die Krise in einen Bürgerkrieg münden könnte.

Weiterlesen: Ein Land mit zwei Präsidenten: Wie geht es in Venezuela weiter?

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