Schlechte Werte für Union und SPD : Umfragen: Fast jeder Dritte würde derzeit nicht zur Wahl gehen

Viele Wahlberechtigte würden derzeit gar nicht zur Wahl gehen. Foto: Arne Dedert/dpa
Viele Wahlberechtigte würden derzeit gar nicht zur Wahl gehen. Foto: Arne Dedert/dpa

Die große Koalition streitet und ihre Umfragewerte fallen immer weiter. Viele würden derzeit gar nicht zur Wahl gehen.

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24. September 2018, 17:11 Uhr

Berlin | Die Streitereien innerhalb der großen Koalition haben Umfragen zufolge das Vertrauen in die Politik erheblich sinken lassen. 31 Prozent der Wahlbeteiligten würden derzeit nicht zur Wahl gehen, ergab das RTL/n-tv-Trendbarometer von Forsa. Der Anteil der Nichtwähler ist damit deutlich größer als bei der Bundestagswahl vor einem Jahr. Damals beteiligten sich 24,8 Prozent nicht an der Wahl oder stimmten ungültig ab. Von denen die wählen würden, entscheiden sich der Forsa-Umfrage zufolge nur noch insgesamt 45 Prozent für CDU/CSU und SPD zusammen.

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Im Insa-Meinungstrend für "Bild" (Dienstag) sind es sogar nur 43 Prozent. Die Parteien der großen Koalition haben demnach seit der Bundestagswahl vor einem Jahr jeden fünften Wähler verloren und keine Mehrheit mehr.

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Nach dem Trendbarometer von Forsa würden sich 28 Prozent (minus 2) für die CDU/CSU entscheiden, die SPD käme auf 17 Prozent (minus 1). Auf die Grünen entfielen unverändert 16 Prozent der Stimmen, sie lägen damit auf dem dritten Platz. Dahinter folgen die AfD mit 15, die Linke mit 10 (unverändert) und die FDP mit 9 Prozent (plus 1). Allerdings rechnen derzeit 61 Prozent der Wahlberechtigten keiner Partei mehr politische Kompetenz zu, ergab das Trendbarometer.

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Im Insa-Meinungstrend fielen CDU/CSU sogar auf nur noch 27 Prozent. Das waren 1,5 Prozentpunkte weniger als im Vergleich zur Umfrage vor einer Woche. Zugleich war dies der niedrigste jemals im Insa-Meinungstrend gemessene Wert für die Union. Die SPD gab einen weiteren Prozentpunkt auf nur noch 16 Prozent nach. Die Oppositionsparteien profitieren: Die AfD gewinnt einen halben Punkt hinzu und kommt mit 18 Prozent auf den höchsten jemals im Insa-Meinungstrend für sie gemessenen Wert. Die FDP (10 Prozent) gewinnt einen Punkt und ist wieder zweistellig. Die Linke (11,5 Prozent) steigert sich um einen Punkt. Die Grünen (14,5 Prozent) legen eineinhalb Punkte zu.

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