Merkels Nachfolge : Umfrage: CDU-Basis favorisiert AKK an der Spitze

Annegret Kramp-Karrenbauer auf der Regionalkonferenz in Lübeck.
Annegret Kramp-Karrenbauer auf der Regionalkonferenz in Lübeck.

Mit AKK als Partei-Chefin dürfte es für Angela Merkel deutlich einfacher sein, wie geplant Bundeskanzlerin zu bleiben.

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15. November 2018, 22:51 Uhr

Berlin/Lübeck | Im Rennen um die Nachfolge von Kanzlerin Angela Merkel an der CDU-Spitze ist Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer bisher die klare Favoritin an der Basis. In einer Umfrage des ARD-Deutschlandtrends unter CDU-Anhängern sprechen sich 46 Prozent für "AKK" aus, 31 Prozent der CDU-Anhänger sind für den Sauerländer Friedrich Merz und nur 12 Prozent für Gesundheitsminister Jens Spahn. Das offene, die Partei belebende Nachfolgrennen kommt der Union bisher in der Wählergunst aber nicht zugute: Im Deutschlandtrend rangiert sie weiter bei 26 Prozent, gefolgt von Grünen (23 Prozent/+6), SPD (14/-1) und AfD (14/-2).

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Erste Regionalkonferenz fand in Lübeck statt

Den ersten Eindruck konnte sich die Basis am Donnerstagabend in Lübeck machen, wo die erste von acht Regionalkonferenzen geplant war. Ex-Unionsfraktionschef Merz erwartete einen spannenden Wettbewerb. "Ich bin mir sicher: Wir werden einen sehr fairen, auch anständigen Wettstreit miteinander haben", sagte der 63-Jährige der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Die Partei hat Alternativen in Inhalt, Form, Stil und Personen." Die CDU werde "von diesem Prozess enorm profitieren, auch weit über den Tag der Wahl hinaus". Die Konferenzen seien eine Gelegenheit für die Mitglieder der Partei, "die Kandidaten aus der Nähe kennenzulernen und zu befragen."

Merz veröffentlichte seinen ersten Tweet

Merz startete am Donnerstag humorvoll auch eine Präsenz in den sozialen Medien, unter anderem bei Twitter. Zum Start dort veröffentlichte er ein Foto mit einem Bierdeckel, auf dem in Handschrift steht: "CDU – Aufbruch und Erneuerung jetzt auch auf Twitter – Friedrich Merz." Er hatte 2003 gefordert, die Steuern so zu vereinfachen, dass sie jeder Bürger auf einem Bierdeckel ausrechnen könne. Zu seinen ersten Followern gehörte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU).

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Am 7. Dezember soll entschieden werden

Bei den Regionalkonferenzen wird die Reihenfolge der Auftritte ausgelost. Am 7. Dezember sollen dann 1001 Delegierten in Hamburg entscheiden, wer nach 18 Jahren Angela Merkel die Christdemokraten künftig führt. Während Merz und Spahn dem konservativen Flügel zugerechnet werden, gilt Kramp-Karrenbauer trotz einiger konservativer Positionen eher als Vertreterin eines Kurses der Mitte, wie ihn auch Merkel gefahren hatte. Allerdings hat auch Merz deutlich gemacht, dass die CDU Wähler sowohl an die AfD als auch an die Grünen verloren hat, und sich ein Parteivorsitzender daran ausrichten muss.

Merkels Favoritin ist Kramp-Karrenbauer

Merkel, die seit der Flüchtlingskrise verstärkt in der Kritik stand, hatte nach den herben CDU-Verlusten bei der Landtagswahl in Hessen angekündigt, beim Bundesparteitag in ihrer Heimatstadt Hamburg nicht wieder für den Parteivorsitz zu kandidieren. Als Merkels Favoritin gilt Kramp-Karrenbauer – mit ihr an der Spitze dürfte es deutlich einfacher sein, wie geplant Bundeskanzlerin zu bleiben. Hält die große Koalition, will Merkel bis 2021 regieren.

56 Prozent der Befragten im Deutschlandtrend sprachen sich dafür aus, dass Merkel die vollen drei Jahre bis zur nächsten Bundestagswahl im Amt bleiben soll. Das sind sieben Prozentpunkte mehr als noch im Januar. Die Konferenz in Lübeck richtet sich vor allem an Mitglieder aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern. Hamburgs CDU-Landeschef Roland Heintze rechnet mit einem knappen Rennen. "Für die CDU ist dieser Ideenwettbewerb ein großer Gewinn, und ich habe in den letzten Tagen zum Beispiel zum Thema Steuerreform viele gute inhaltliche Impulse gehört", sagte er der dpa.


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