Donald Trump über Einweg : Verbot von Plastik-Strohhalmen? "Ich denke wir haben größere Probleme"

Pro Strohhalm: Donald Trump.
Pro Strohhalm: Donald Trump.

Die wegen ihrer Umweltschädlichkeit in Verruf geratenen Plastik-Strohhalme haben einen mächtigen Fürsprecher gefunden.

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20. Juli 2019, 12:00 Uhr

Washington | Donald Trump verteidigte die umstrittenen Trinkhalme am Freitag gegenüber einem Journalisten, der sich nach der Haltung des US-Präsidenten zum Kampf gegen Einwegplastik erkundigt hatte. "Ich denke wir haben größere Probleme als Plastik-Strohhalme", sagte Trump.

Nach einer kurzen Pause holte er zu einer ausführlichen Erläuterung seiner Position aus. "Sie haben einen kleinen Strohhalm. Was ist mit Tellern, Verpackungen und allem anderen, was viel größer ist und aus dem selben Material gemacht wurde", fragte Trump. "Alle fokussieren sich auf Strohhalme. Es gibt viele andere Dinge, auf die man sich fokussieren könnte." Dennoch fügte er amüsiert lächelnd hinzu, dass die Frage "interessant" gewesen sei.

In Europa ist das anders - hier wurden viele Einwegprodukte verboten:

Auch in den USA waren zuletzt Forderungen nach einem Verbot von Einwegplastik laut geworden. Dessen ungeachtet wirbt Trumps Team für die Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr mit Plastik-Strohhalmen, auf denen Trumps Name steht. Im Kurzbotschaftendienst Twitter wurden diese extra beworben - ein Zehnerpack der Trump-Strohhalme kostet demnach 15 Dollar (13 Euro).

"Die Papier-Strohhalme der Liberalen funktionieren nicht", heißt es im Online-Shop der Trump-Kampagne. Der Wahlkampfmanager des Präsidenten forderte in Anlehnung an Trumps Slogan aus dem Wahlkampf 2016: "Making Straws Great Again" ("Strohhalme wieder großartig machen").

Und offenbar verkauft das Trump-Team auch selbst Strohhalme:

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