Brett McGurk ein "Wichtigtuer"? : US-Sondergesandter für Kampf gegen IS tritt zurück – Trump spottet

Trumps Amtszeit zeichnet sich vor allem durch Rücktritte und Entlassungen seiner Mitarbeiter aus. In Amerika scheint Chaos zu herrschen. Foto: imago/MediaPunch
Trumps Amtszeit zeichnet sich vor allem durch Rücktritte und Entlassungen seiner Mitarbeiter aus. In Amerika scheint Chaos zu herrschen. Foto: imago/MediaPunch

Für US-Präsident Trump ist Brett McGurk nur ein "Wichtigtuer".

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23. Dezember 2018, 09:23 Uhr

Washington | US-Präsident Donald Trump hat den Rücktritt des US-Sonderbeauftragten für die Anti-IS-Koalition bestätigt – und dies mit einigem Spott für Brett McGurk verknüpft. McGurk hätte ohnehin nur bis Februar auf seinem Posten bleiben sollen und habe nun kurz vorher seinen Rückzug erklärt, schrieb Trump am Samstagabend (Ortszeit) auf Twitter. Die "Fake News"-Medien machten eine große Sache aus diesem "nichtigen Ereignis", beklagte er. Dabei kenne er McGurk, der noch von Ex-Präsident Barack Obama eingesetzt worden sei, nicht einmal. "Wichtigtuer?", schrieb Trump dazu.

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Rückzug der US-Truppen aus Syrien

US-Medien hatten berichtet, McGurk trete wegen Trumps umstrittener Entscheidung für einen Truppenabzug aus Syrien vorzeitig ab. Trump hatte am Mittwoch angekündigt, alle 2000 US-Soldaten aus Syrien heimzuholen – schließlich sei die Terrormiliz IS dort besiegt. Der Entschluss stieß national wie international auf großes Unverständnis. Trump soll den Beschluss gegen den Rat wichtiger Kabinettsmitglieder gefasst haben. Experten mahnen, der IS sei keineswegs besiegt und ein Abzug habe fatale Folgen.

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US-Verteidigungsminister James Mattis hatte wegen grundlegender Meinungsverschiedenheiten mit Trump in dieser wie auch in anderen Fragen seinen Rücktritt angekündigt. Die Syrien-Entscheidung soll maßgeblich dafür gewesen sein. Mattis kritisierte aber auch allgemein den außenpolitischen Kurs von Trump, etwa mangelnden Respekt für internationale Verbündete.

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Trump reagierte auch auf diesen Angriff – und zwar für seine Verhältnisse noch eher zurückhaltend. Er sprach im Zusammenhang mit Mattis von einer "interessanten Beziehung" und schrieb mit Blick auf dessen Kritik: "Verbündete sind sehr wichtig, aber nicht, wenn sie die USA ausnutzen."

Bitterlich beklagte sich Trump aber über die generelle Kritik an seiner Syrien-Entscheidung. Andere wären für einen solchen Beschluss als Helden gefeiert worden, er dagegen werde von den Medien schwer dafür kritisiert, schrieb er. "Verrückt!"

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